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Ein Gleichgewicht zwischen Geschwindigkeit und Auflösung mit adaptiver Schichtdicke

Formlabs möchte den 3D-Druck intuitiv und effizient gestalten. Das fängt mit unserer Druckvorbereitungssoftware an. In den neusten Versionen von PreForm können Sie die adaptive Schichtdicke ausprobieren. Das ist eine Funktion im offenen Betatest, die die Schichtdicke beim Druck eines Teils abhängig von der Druckgeometrie variiert.

Formlabs bietet seinen Kunden dank Stereolithografie-Technologie (SLA) durchgehend hochwertige 3D-Drucke. Abhängig von der Art des Kunstharzes können Sie Schichthöhen zwischen 25 und 200 Mikrometer auswählen, wobei dünnere Schichten eine höhere Auflösung bieten, dickere hingegen einen schnelleren Druck. Formlabs hat die adaptive Schichtdicke als neue Funktion eingeführt, um die Vorzüge beider Varianten optimal zu kombinieren. 

Was bedeutet die adaptive Schichtdicke?

Adaptive Schichtdicke ist ein fortgeschrittener Druckmodus, bei dem die Geometrie der in PreForm importierten Teile analysiert und so dem in Schichten zerlegten Modell Schichtdicken zugewiesen werden. So wird die Druckgeschwindigkeit maximiert, ohne dass feine Details verloren gehen. Adaptive Schichtdicke ist für bestimmte Materialien jetzt bei den Druckern Form 3 und Form 3B verfügbar.

Je nach Form des Designs kann die Schichtdicke die Oberflächenbeschaffenheit eines Teils merklich verändern. Beispielsweise sind die Schichtlinien in Bereichen mit schrägen oder stark gekrümmten Wänden stärker ausgeprägt, was sich auf die Oberflächengüte des gedruckten Teils auswirken kann. In Bereichen, in denen die Wände senkrecht zur Konstruktionsplattform stehen, sind die Schichtlinien nicht so stark ausgeprägt.

Adaptive Schichtdicke bestimmt, welche Bereiche des Druckteils eine höhere Auflösung und somit geringere Schichthöhen benötigen, und wo größere möglich sind, um die Druckzeit zu reduzieren. Die unten abgebildete Düse wird zum Beispiel mit dünneren Schichten im unteren Teil gedruckt, damit Gewinde und Rändelung detaillierter sind, aber mit dickeren Schichten im oberen Teil, wo es sich um ein einheitliches, glattes Teil handelt.

Erfahren Sie, wie sich die Auflösung auf Ihre 3D-Drucke auswirkt und wie sie sich zwischen SLA-, FDM- und DLP-Druckern unterscheidet.

Wann Sie adaptive Schichtdicke verwenden sollten

Diese Funktion hilft Ihnen, detaillierte Prototypen und aussagekräftige Konzeptmodelle herzustellen. Es handelt sich jedoch immer noch um eine neue Funktion. Für einige Anwendungen ist eine konstante Schichtdicke für den ganzen Druck besser geeignet.

Adaptive Schichtdicke ist ideal für:

  • Teile mit fließenden Veränderungen der Schräge und/oder organischen Krümmungen
  • Modelle, die in manchen Bereichen hochdetailliert und in anderen kaum detailliert sind
  • Herstellung formtreuerer Prototypen

Adaptive Schichtdicke ist nicht geeignet für:

  • Teile, die hohe Präzision erfordern. Adaptive Schichtdicke befindet sich in der Betaphase und die Präzision wurde noch nicht validiert.
  • Teile, für die präzise Details im ganzen Druck erforderlich sind (z. B. filigraner Schmuck)
  • Druck mehrerer Modelle auf derselben Konstruktionsplattform. Hier funktioniert die adaptive Schichtdicke nicht, da sie dazu gedacht ist, die optimalen Schichteinstellungen für ein Modell zu bestimmen.

Sind Sie hauptsächlich an schnellen Druckgeschwindigkeiten interessiert? Draft Resin wird 4-mal schneller gedruckt als Standard-Kunstharze.

Teile für die adaptive Schichtdicke ausrichten

Nutzen Sie diese Funktion optimal, indem Sie Teile in PreForm so ausrichten, dass die Geometrie möglichst einheitlich vertikal ist und feine Details vertikal ausgerichtet sind. Ersteres ermöglicht größere Schichthöhen, während Letzteres die Anzahl der dünneren Schichten minimiert.

Im oben gezeigten Beispiel wird die Rolle bis zu zwei Stunden schneller gedruckt, wenn sie senkrecht zur Konstruktionsplattform ausgerichtet ist und nicht geneigt. Mit Black Resin und einer vertikalen Ausrichtung der Rolle weist die adaptive Schichtdicke dem Großteil des Drucks eine Schichtdicke von 100 Mikrometern zu, während am oberen und unteren Ende wenige dünnere Schichten zum Einsatz kommen. Im Gegensatz dazu werden dünnere Schichten für einen größeren Teil des Drucks verwendet, wenn die Rolle geneigt ausgerichtet ist, da die Details entlang der Z-Achse verteilt sind.

Weitere Informationen

Wir bei Formlabs arbeiten kontinuierlich daran, die Möglichkeiten des 3D-Drucks durch Innovation zu erweitern. Klicken Sie hier, um sich eine Präsentation aus dem Formlabs User Summit über unsere neuen Software-Updates anzusehen.