Gillette nutzt 3D-Druck, um personalisierte Produkte zur Realität zu machen

Mit personalisierten Erlebnissen sorgen Marken für eine emotionale Bindung mit ihren Kunden. Auf digitalen Plattformen ist Personalisierung bereits allgegenwärtig. Kunden sind mittlerweile Erlebnisse gewöhnt, die sie direkt ansprechen und ihren Geschmack und ihre Vorlieben widerspiegeln.

Physische Produkte, die den Einschränkungen herkömmlicher Fertigungsverfahren unterliegen, konnten dabei nicht mithalten.

Neue Technologien sorgen nun aber für einen Paradigmenwechsel und ermöglichen die Reduzierung der hohen Kosten, die seit jeher bei der Fertigung von großen Mengen individueller Teile anfallen. Heute gibt es die Möglichkeit, die Wirkung personalisierter digitaler Erlebnisse auf physische Produkte zu übertragen und so letztendlich für engere Beziehungen zu den Kunden zu sorgen.

Der Rasiererhersteller Gillette ist auf diesem Gebiet mit der Einführung seines Razor Maker™ Konzepts ein Pionier. Diese Plattform ist eines der ersten Beispiele für 3D-gedruckte fertige Teile, die direkt an den Kunden geliefert werden.

Gestützt auf Formlabs Form 2 3D-Drucker gibt Razor Maker™ Verbrauchern die Möglichkeit, personalisierte 3D-gedruckte Rasierergriffe zu gestalten und zu bestellen. Dabei stehen ihnen 48 verschiedene Designs (Tendenz steigend), mehrere Farben und die Möglichkeit, individuellen Text hinzuzufügen, zur Verfügung.

„Unsere Partnerschaft mit Formlabs und die Leistung ihrer 3D-Drucker sorgen dafür, dass die Verbraucher beim Design ihrer Rasierer mitreden können. Wir freuen uns, mit unseren Nachbarn hier in Boston zusammenzuarbeiten, um dieses bahnbrechende Konzept zur Personalisierung auf den Markt zu bringen“, so Donato Diez, Global Brand Manager bei Gillette und Mitgründer von Razor Maker™.


Sehen Sie sich das Video an und erfahren Sie, wie Gillette und Formlabs Razor Maker™ ins Leben gerufen haben.

Erfahren Sie, wie Razor Maker™ 3D-Druck nutzt, um einzigartige Produkte zu fertigen, und wie additive Fertigung ein Katalysator bei der Weiterentwicklung von Unternehmen sein kann.

Designfreiheit und die Macht der Personalisierung entfesseln

Das Razor Maker™-Konzept entfesselt die Designfreiheit von den Entwürfen des Designers bis hin zum Endprodukt und bietet einen ersten Einblick in die Zukunft der kundenindividuellen Massenproduktion.

„Durch die Kombination unserer besten Rasierertechnologie mit der Leistung und der Flexibilität von 3D-Druck eröffnet sich eine ganze neue Welt an Designmöglichkeiten“, sagt Rob Johnson, Design-Engineer und Mitgründer von Razor Maker™.

Bei 3D-Druck sind Komplexität und Vielfalt „kostenlos“: Ein 3D-Drucker benötigt nicht mehr Zeit, Energie oder Material, um eine komplexe Form anstelle einer einfachen herzustellen. Da keine Werkzeuge erforderlich sind, fallen beim Drucken verschiedener Designs keine zusätzlichen Produktionskosten an.

Mit der Designfreiheit, für die der 3D-Druck sorgt, konnten die Designer von Razor Maker™ sich von komplexen Geometrien aus Natur, Architektur und Technik inspirieren lassen.
Die Designer haben sich von Geometrien aus Natur, Architektur und Technik inspirieren lassen, um komplexe Formen zu schaffen, die mit herkömmlichen Fertigungsmethoden kaum oder gar nicht umgesetzt werden können.

Die Designer haben sich von Geometrien aus Natur, Architektur und Technik inspirieren lassen, um komplexe Formen zu schaffen, die mit herkömmlichen Fertigungsmethoden kaum oder gar nicht umgesetzt werden können.

„So können wir die Form in einer Weise berücksichtigen, wie es früher nie möglich war“, erzählt Rory McGarry, Industrial Design Lead bei Razor Maker™. „Traditionell konnten wir nur einen oder zwei Rasierer pro Jahr designen. Jetzt können wir die Idee direkt in 3D umsetzen, das Teil drucken, untersuchen, anpassen – und fertig.“

Mit 3D-Druck können Designer von Razor Maker™ Ideen schnell testen und in nur wenigen Tagen nahtlos von der Konzeptphase über das 3D-Modell zum fertigen Endprodukt gelangen.
Mit 3D-Druck können Designer von Razor Maker™ Ideen schnell testen und in nur wenigen Tagen nahtlos von der Konzeptphase über das 3D-Modell zum fertigen Endprodukt gelangen.

Da die Designeinschränkungen weggefallen sind, haben Verbraucher letztlich mehr Auswahlmöglichkeiten. Auf einem Markt, der mit Massenprodukten gesättigt ist, ist es das Ziel von Razor Maker™, Kunden die Möglichkeit zu bieten, ihren ganz eigenen Rasierer zu gestalten.

„Wir wissen, dass heute Marken gefragt sind, die Kunden innovative Möglichkeiten bieten, mit denen sie ihre Persönlichkeit zum Ausdruck bringen können – und genau darum geht es bei diesem Projekt“, so Evan Smith, Global Product Manager bei Razor Maker™.

Ein Arbeitsprozess für individuelle Fertigung

Dieser hohe Grad an Personalisierung bei Razor Maker™ verlangte vom Team ein vollständiges Umdenken bei ihrer Herangehensweise an die Fertigung.

Die ersten Schritte im Prozess sind vollständig digital: Ein Verbraucher gestaltet einen einzigartigen Griff auf der Razor Maker™-Website. Das so erzeugte Design wird anschließend in eine 3D-Datei umgewandelt. Mehrere Designdateien werden dann an einen 3D-Drucker gesendet, damit diese gleichzeitig in einem Durchgang gedruckt werden. Jeder Griff wird anschließend gewaschen, nachgehärtet, beschichtet und montiert, bevor er direkt zum Kunden geliefert wird.

Alle Produkte von Razor Maker™ werden am Firmensitz von Gillette in Boston mit Form 2 Stereolithografie 3D-Druckern gedruckt.
Alle Produkte von Razor Maker™ werden am Firmensitz von Gillette in Boston mit Form 2 Stereolithografie 3D-Druckern gedruckt.

In der Vergangenheit hatte Gillette den 3D-Druck nur beim Prototypenbau eingesetzt. Doch die Fortschritte bei Materialien und Hardware haben die Technologie zu einer realen Möglichkeit zur Herstellung von Endprodukten gemacht.

Einfache Individualisierung ist einer der grundlegenden Vorteile des 3D-Drucks. Dank der Technologie sind keine Werkzeuge und keine Vorabinvestitionen in Formen erforderlich. So fallen die exponentiell hohen Kosten weg, die herkömmlicherweise bei der Herstellung unterschiedlicher komplexer Designs entstehen. Außerdem sind zum Skalierung der individuellen Fertigung oft nur zusätzliche Drucker erforderlich. Gillette experimentiert ebenfalls mit automatisierten 3D-Druck-Fertigungsprozessen und arbeitet dabei mit Formlabs als einer der ersten Erprober von Form Cell zusammen, einem Technologieprojekt, das die Zukunft des 3D-Drucks in Fertigungsumgebungen erforscht.

Immer mehr Hersteller integrieren Technologien wie Desktop Stereolithografie-3D-Druck in ihre Produktionsabläufe. Sehen Sie sich unser Webinar an und lernen Sie fünf Möglichkeiten kennen, um den 3D-Druck in Fertigungsumgebungen einzusetzen.

„Mit dem Razor Maker™-Konzept können wir ein neues Design entwickeln, es drucken und testen, und am nächsten Tag ist dieses Design bereits als neuer Rasierergriff auf unserer Website verfügbar“, erklärt Johnson. „Das war noch nie zuvor möglich.“

Neue Ansätze bei Produktion und Geschäftsmodellen

Neue Technologien reichen allein nicht aus, um die Fertigung umzuwandeln. Unternehmen wie Gillette erforschen mit 3D-Druck ganz neue Geschäftsmodelle, die die Arbeitsweise vom Design bis zur Fertigung revolutionieren und die gesamte Produktlebensdauer beeinflussen.

Mit Razor Maker™ kann Gillette zahlreichen Verbrauchern die Möglichkeit geben, einen Rasierergriff zu designen, der ihren Lifestyle und ihre Vorlieben widerspiegelt.
Mit Razor Maker™ kann Gillette zahlreichen Verbrauchern die Möglichkeit geben, einen Rasierergriff zu designen, der ihren Lifestyle und ihre Vorlieben widerspiegelt.

„Für Gillette ist Razor Maker™ ein entscheidender Schritt auf unserer Personalisierungsreise, wobei neue Technologie und neue Geschäftsmodelle miteinander kombiniert werden müssen, um Produkte zu liefern, die so einzigartig sind wie unsere Kunden“, so Diez.

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