WHITEPAPER
Formlabs Logo

Tripropylene glycol monomethyl ether (TPM)

Tripropylene glycol monomethyl ether (TPM)

Tripropylenglykolmonomethylether (TPM) löst flüssiges Kunstharz und ist somit wirksam beim Waschen von Teilen, die auf Formlabs SLA-Druckern gedruckt wurden.

Abhängig von Ihrem Anwendungsfall und Ihrer Arbeitsumgebung kann TPM eine geeignete Alternative zu Isopropylalkohol (IPA) für das Waschen von Druckteilen mit dem Form Wash, Form Wash L oder dem Finish Kit darstellen.

Tipp:

Lesen Sie den Supportartikel Waschen von Druckteilen mit TPM für weitere Informationen.

Tripropylenglykolmonomethylether ist eine schwerflüchtige, nicht entzündbare, farblose, klare Flüssigkeit mit einem Ethergeruch und einer öligen Textur. Er kann mit Wasser und Seife von Oberflächen abgewaschen werden.

TPM wird typischerweise als Isomerengemisch geliefert. Tripropylenglykolmonomethylether ist je nach Region und Händler unter verschiedenen Namen bekannt:

  • Methyltripropylenglykol
  • Tripropylenglykolmethylether

Hinweis:

Formlabs stellt keinen Tripropylenglykolmonomethylether (TPM) her. Berücksichtigen Sie immer zuerst das Sicherheitsdatenblatt (SDB) Ihres Lösungsmittelzulieferers zu den Themen Lagerung und Handhabung.

Handhabung von TPM

In den USA gilt TPM gemäß den Kriterien des bundesweiten OSHA Hazard Communication Standard 29 CFR1910.1200 als ungefährlich. TPM weist einen Flammpunkt von 111°C auf, wodurch es gemäß dem Globalen Harmonisierten System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (GHS) oder der Verordnung (EG) Nr.1272/2008 nicht als entzündliche Flüssigkeit gilt und nicht in einem Lagerschrank für entzündliche Flüssigkeiten gelagert werden muss. Lagern Sie TPM wie jede Chemikalie sicher, wenn er nicht gebraucht wird. Informationen zu geeigneter Lagerung und Handhabung finden Sie im Sicherheitsdatenblatt (SDB) des Lieferanten und in örtlichen Vorschriften.

Zur sicheren Handhabung von TPM:

  • Tragen Sie bei der Handhabung von TPM nicht-reaktive Einweghandschuhe (Nitril oder Neopren).
  • Arbeiten Sie in einem gut belüfteten Bereich.
  • Übertragen Sie TPM aus größeren Behältern mithilfe einer Hebepumpe, um das Überfüllen des Waschbehälters oder eines anderen Behälters zu vermeiden.

Reinigung von ausgelaufenem TPM

Ausgelaufener TPM stellt keine sofortige Brand- oder Gesundheitsgefahr dar, hinterlässt jedoch einen öligen Rückstand, der rutschig sein kann. TPM verdunstet sehr langsam, weshalb die ausgelaufene Flüssigkeit nicht von selbst trocknet.

Zur Reinigung von ausgelaufenem TPM:

  1. Ziehen Sie ein Paar Nitril-Einweghandschuhe an.
  2. Nehmen Sie überschüssigen TPM mit trockenem Küchenpapier auf.
  3. Entfernen Sie verbleibende Rückstände mit feuchtem Küchenpapier.
  4. Entsorgen Sie alle Utensilien, die zur Reinigung von verschüttetem TPM verwendet wurden (in TPM getränktes Küchenpapier, mit TPM beschichtete Handschuhe) gemäß den örtlichen Vorschriften für gefährlichen Abfall.

Recycling oder Entsorgung von verbrauchtem TPM

Mit der Zeit sammelt TPM gelöstes flüssiges Kunstharz an, was seine Wirksamkeit verringert. Um die die beste Oberflächenqualität zu erzielen, ersetzen Sie den TPM, wenn er Druckteile nicht mehr vollständig reinigt oder seine spezifische Dichte über 1,000 steigt.

Tipp:

Weitere Informationen zu Aräometer-Spezifikationen finden Sie im Supportartikel Waschen von Druckteilen mit TPM.

Entsorgung

Zur sicheren Entsorgung von kontaminiertem TPM

  1. Beziehen Sie sich primär auf das Sicherheitsdatenblatt (SDB) des TPM-Zulieferers.
  2. Erkundigen Sie sich über die örtlichen Vorschriften für gefährlichen Abfall. Dies beinhaltet höchstwahrscheinlich die Beauftragung eines Abfallentsorgungsunternehmens. Bei kleineren Mengen wenden Sie sich für Empfehlungen zur Entsorgung an Ihren öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger.
  3. Informieren Sie Ihr Abfallentsorgungsunternehmen darüber, dass Ihr TPM kleine Mengen von Methacrylat-Monomeren und Oligomeren (unpolymerisiertem Kunstharz) und Spuren von Photoinitiatoren enthält. Halten Sie eine Kopie des Sicherheitsdatenblatts (SDB) des Formlabs-Kunstharzes bereit, falls der Entsorgungsdienstleister weitere Informationen benötigt.

Hinweis:

Schütten Sie kein flüssiges oder teilweise gehärtetes Kunstharz in den Ausguss und entsorgen Sie es nicht im Hausmüll. Schütten Sie keinen Tripropylenglykolmonomethylether (TPM), der gelöstes Kunstharz enthält, in den Ausguss und entsorgen Sie ihn nicht im Hausmüll. Die sichere und angemessene Entsorgung von verbrauchtem TPM variiert je nach Region.

Recycling

Für große Mengen von TPM, ziehen Sie ein Lösungsmittel-Recyclingsystem in Betracht, das eine kostengünstige und umweltfreundlichere Alternative zu kostenpflichtigen Dienstleistungen der Lösungsmittelabfallentsorgung bietet. Lösungsmittel-Recyclingsysteme verwenden Destillations- und Fraktionierungsverfahren, um gelöste Stoffe aus den Lösungsmittelabfällen zu entfernen, damit der TPM wieder zum Waschen von Teilen eingesetzt werden kann. Der recycelte TPM kann noch kleine Mengen an Monomeren aufweisen. Das Recycling von TPM reduziert Abfallentsorgungskosten, die Emissionen, die für die Herstellung von Lösungsmitteln erforderlich sind, und die Kosten für den Kauf von TPM.

Weitere Ressourcen