Hohlkörperbildung (englisch „Cupping“) ist eine Komplikation, die nur beim umgedrehten (Plattform oben, Harz unten) Stereolithografie-Druck (SLA) auftritt. Ein Fehldruck aufgrund von Hohlkörperbildung wird oft als „Ausbruch“ oder englisch „Blowout“ bezeichnet. Dieser entsteht, wenn ein hohler oder konvexer Abschnitt des Druckteils zu einer Saugglocke wird und beim Druck Luft einschließt. Während sich die Konstruktionsplattform beim Ablöseprozess vom Tank entfernt vergrößert sich der Hohlraum in der Saugglocke. Dadurch sinkt der Luftdruck innerhalb der Saugglocke und es entsteht ein Differenzdruck, der die Wände der Saugglocke nach innen drückt. Falls die Wände zu dünn sind und dem Druck nicht standhalten, knicken sie nach innen, um den Druck auszugleichen. Abhängig von der Position dieses Bruchs kann das Teil vielleicht noch ohne weitere Fehler zu Ende gedruckt werden.
Das Risiko eines Hohlkörperausbruchs hängt vom Harztyp, der Größe und der Wandstärke der Saugglocke sowie der Form des Modells ab. Kleine Saugglocken oder solche mit dickeren Wänden lassen sich möglicherweise erfolgreich drucken. Formlabs empfiehlt, für ein Ablaufloch zu sorgen und das Modell so in PreForm auszurichten, dass die Hohlkörperbildung verringert wird.