Tipp:
Weitere Informationen finden Sie in unserem SLS-Designleitfaden für die Fuse-Serie [EN] [DE] [ES] [FR] [IT] [JA] [RU] [ZH].
Ein erfolgreicher 3D-Druck beginnt mit einem passenden Modelldesign. Befolgen Sie unsere bewährten Praktiken, um Designs zu optimieren und Fehler zu vermeiden.
Anmerkung:
Die nachstehenden Richtlinien wurden unter Verwendung von Nylon 12 Powder von Formlabs auf dem Fuse 1 entwickelt. Bei anderen Formlabs-Materialien oder anderen Einstellungen kann es zu geringfügigen Abweichungen kommen.
Mindestwandstärke ungestützte Wand
Vertikale Wände: 0,6 mm/600 Mikrometer
Horizontale Wände: 0,3 mm/300 Mikrometer
Eine ungestützte Wand ist an weniger als zwei Seiten mit anderen Wänden verbunden. Eine ungestützte vertikale Wand mit einer Stärke von 0,6 mm oder weniger kann sich während des Drucks verziehen oder vom Modell ablösen. Bei einer ungestützten horizontalen Wand gilt das Gleiche ab einer Stärke von 0,3 mm oder weniger. Dünnere Wände haben eine geringere Festigkeit.

Mindestwandstärke gestützte Wand
Vertikale Wände: 0,6 mm/600 Mikrometer
Horizontale Wände: 0,3 mm/300 Mikrometer
Eine gestützte Wand ist an zwei oder mehr Seiten mit anderen Wänden verbunden. Eine gestützte vertikale Wand mit einer Stärke von 0,6 mm oder weniger kann sich während des Drucks verziehen oder vom Modell ablösen. Bei einer gestützten horizontalen Wand gilt das Gleiche ab einer Stärke von 0,3 mm oder weniger. Dünnere Wände haben eine geringere Festigkeit.

Mindestdurchmesser von Stiften/Drähten
Empfohlen: 0,8 mm/800 Mikrometer Durchmesser
Ein Stift bzw. Draht ist ein Merkmal, dessen Länge mehr als das Doppelte seiner Breite beträgt. Stifte oder Drähte mit einem Durchmesser von weniger als 0,8 mm können sich während des Drucks verformen oder brechen.

Hinweis: Reinigung von dünnen Drähten
Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie Druckteile mit dünnen Drähten vom Pulverkuchen trennen, da diese leicht beschädigt werden. Das Abrunden der Kanten an den Stellen, an denen sie auf den Teilekörper treffen, verringert dieses Risiko.
Minimale Montagetoleranz
Merkmale unter 20 mm2: 0,2 mm/200 Mikrometer
Merkmale über 20 mm2: 0,4 mm/400 Mikrometer
Dies bezeichnet den Abstand zwischen zwei Teilen eines Modells (z. B. der Abstand zwischen zwei Zahnrädern). Lassen Sie einen kleinen Abstand zwischen gedruckten Teilen, die nach dem Druck ineinandergreifen oder sich berühren sollen, wie z. B. Montageverbindungen oder Zahnrädern.

Integrierter Baugruppenabstand
Merkmale unter 20 mm2: 0,3 mm/300 Mikrometer
Merkmale über 20 mm2: 0,6 mm/600 Mikrometer
Dies bezeichnet den Abstand zwischen zwei Teilen eines Modells (z. B. der Abstand zwischen zwei Zahnrädern). Lassen Sie bei Teilen, die zusammen in einer integrierten Baugruppe gedruckt werden, einen Abstand, um zu verhindern, dass die Teile während des Drucks miteinander verschmelzen.

Spiel separater Teile

Spiel ist der Abstand zwischen zwei Modellteilen. Lassen Sie zwischen Teilen, die voneinander getrennt sein und nicht miteinander interagieren sollen, einen Abstand von mindestens 5 mm, um thermische Effekte zu minimieren, durch die sich benachbarte Teile verziehen könnten.
Mindestlochdurchmesser
Empfohlen: 1,0 mm/1000 Mikrometer
Löcher mit einem Durchmesser von weniger als 1,0 mm in der X-, Y- und Z-Achse werden beim Drucken möglicherweise verschmolzen. Die Genauigkeit eines Lochs hängt nicht nur von dessen Durchmesser ab, sondern auch von der Dicke der Druckwand, durch die es verläuft. Je dicker der Wandabschnitt ist, desto ungenauer wird das Loch. Durchgangslöcher müssen einsehbar sein, damit auch das gesamte Material während der Nachbearbeitung entfernt wird.


Tipp:
Um exakt konzentrische Löcher zu erhalten, entwerfen Sie ein unterdimensioniertes Loch als Pilotmerkmal und erweitern dieses mithilfe einer Reibahle auf den vorgesehenen Durchmesser.
Mindestlochdurchmesser Ablaufloch
Empfohlen: 3,5 mm/3500 Mikrometer
Eingeschlossene Hohlräume bleiben mit ungesintertem Pulver gefüllt, wenn keine entsprechenden Ablauflöcher vorhanden sind. Für optimale Ergebnisse sollten Sie beim Design von Hohlräumen mindestens 2 Ablauflöcher vorsehen, die jeweils einen Durchmesser von größer oder gleich 3,5 mm aufweisen.

Tipp:
Mehr und größere Ablauflöcher erleichtern das Entfernen von ungesintertem Pulver aus inneren Hohlräumen. Um eine saubere Innenfläche zu gewährleisten, konstruieren Sie das Teil so, dass die betreffende Fläche mit Reinigungswerkzeugen leicht zugänglich ist.
Mindestwert geprägter Details
A. Horizontale Flächen:
A.1 Tiefe: 0,15 mm/150 Mikrometer
A.2 Breite: 0,35 mm/350 Mikrometer
A.3 Textschriftgröße: 4,5 mm/4500 Mikrometer
A.4 Textschrifttiefe: 0,3 mm/300 Mikrometer
B. Vertikale Flächen:
B.1 Tiefe: 0,35 mm/350 Mikrometer
B.2 Breite: 0,4 mm/400 Mikrometer
B.3 Textschriftgröße: 4,5 mm/4500 Mikrometer
B.4 Textschrifttiefe: 0,3 mm/300 Mikrometer
Geprägte Details sind flache, erhabene Merkmale auf der Oberfläche eines Modells, wie etwa Text. Kleine geprägte Merkmale sind auf dem fertigen Teil möglicherweise nicht sichtbar. Verwenden Sie nach Möglichkeit eine fette Schrift, um bei geprägtem Text ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Embossed details are shallow raised features on the surface of a model like text. Small embossed features may not be visible on the finished part. Use a bold font where possible for best results with embossed text.
Mindestwert eingravierter Details
A. Horizontale Flächen:
A.1 Tiefe: 0,1 mm/100 Mikrometer
A.2 Breite: 0,3 mm/300 Mikrometer
A.3 Textschriftgröße: 3,0 mm/3000 Mikrometer
A.4 Textschrifttiefe: 0,3 mm/300 Mikrometer
B. Vertikale Flächen:
B.1 Tiefe: 0,15 mm/150 Mikrometer
B.2 Breite: 0,35 mm/350 Mikrometer
B.3 Textschriftgröße: 3,0 mm/3000 Mikrometer
B.4 Textschrifttiefe: 0,3 mm/300 Mikrometer
Eingravierte Details sind vertiefte Merkmale auf der Oberfläche eines Modells. Kleine eingravierte Merkmale sind auf dem fertigen Teil möglicherweise nicht sichtbar. Verwenden Sie nach Möglichkeit eine fette Schrift, um ein optimales Ergebnis bei graviertem Text zu erzielen.

Engraved details are imprinted or recessed features on the surface of a model. Small engraved features may not be visible on the finished part. Use a bold font where possible for best results with engraved text.
Materialspezifische Eigenschaften
Für optimale Ergebnisse beim Druck mit Druckern der Fuse-Serie ist es wichtig, die spezifischen Eigenschaften des jeweils verwendeten Materials zu berücksichtigen. Die folgenden Richtlinien unterstützen Sie bei der Optimierung Ihrer Designs für die additive Fertigung mit verschiedenen SLS-Pulvern für die Drucker der Fuse-Serie.
Fertigungsvolumen
Da die Materialien über unterschiedliche Wärmeausdehnungswerte verfügen, fällt die maximal druckbare Teilgröße in den Druckern der Fuse-Serie unterschiedlich aus. Die maximal erreichbaren Druckteilgrößen sind in der untenstehenden Tabelle angegeben:
| Material | Größtes Teil |
|---|---|
| Nylon 12 Powder | 159,8 × 159,8 × 295,5 mm |
| Nylon 12 GF Powder | 160,1 × 160,1 × 297,3 mm |
| Nylon 12 Tough Powder | 158,8 × 158,8 × 293,5 mm |
| Nylon 12 White Powder | 159,8 × 159,8 × 293,8 mm |
| Nylon 11 Powder | 158,6 × 158,6 × 294,4 mm |
| Nylon 11 CF Powder | 162,0 × 162,0 × 287,6 mm |
| TPU 90A Powder | 152,1 × 152,1 × 294,9 mm |
| Polypropylene Powder | 159,4 × 159,4 × 296,0 mm |
Designüberlegungen für Nylon 12 Powder
Nylon 12 Powder eignet sich aufgrund seiner ausgeglichenen Materialeigenschaften, einfachen Druckbarkeit und Nachbearbeitung sowie seiner Biokompatibilität hervorragend als Allzweckmaterial. Die in den vorherigen Abschnitten angegebenen Richtlinien wurden für Nylon 12 Powder zusammengestellt, sodass keine zusätzlichen Designüberlegungen notwendig sind.
Designüberlegungen für Nylon 12 GF Powder
Nylon 12 GF Powder ist das perfekte Material für den Druck starrer, temperaturbeständiger Teile, die Belastungen formstabil standhalten. Einen zusätzlichen Vorteil bilden seine Biokompatibilität und seine Eignung für Anwendungen mit Hautkontakt.
Designüberlegungen, die speziell für dieses Material gelten, sind:
Designüberlegungen für Nylon 12 Tough Powder
Nylon 12 Tough Powder bietet hohe Duktilität und Maßgenauigkeit über die gesamte Konstruktionskammer hinweg, sodass Sie Teile mit geringerem Verzug und höherer Haltbarkeit drucken können, ohne an Festigkeit einzubüßen.
Designüberlegungen, die speziell für dieses Material gelten, sind:
Designüberlegungen für Nylon 12 White Powder
Nylon 12 White Powder kombiniert die erstklassigen Eigenschaften von Nylon 12 Powder mit der Individualisierbarkeit weißer Druckteile. Erstellen von funktionalen Prototypen und Endverbraucherteilen für Kunden, die zur Anpassung an das Branding eingefärbt werden können, sowie von medizinischen Geräten und Modellen mit hohem Kontrast und Details.
Designüberlegungen, die speziell für dieses Material gelten, sind:
Designüberlegungen für Nylon 11 Powder
Mit Nylon 11 Pulver gedruckte Teile verfügen über eine höhere Duktilität als Teile aus Nylon 12 Powder. Sie bieten eine höhere Beständigkeit gegenüber Stößen und Vibration und sind für biokompatible Anwendungen zertifiziert.
Designüberlegungen speziell für Nylon 11 Powder:
Designüberlegungen für Nylon 11 CF Powder
Nylon 11 CF Powder ist ein Hochleistungsmaterial mit erstklassiger Steifigkeit, Temperaturbeständigkeit, Schlagfestigkeit und Zugfestigkeit. Es neigt außerdem weniger zum Verziehen als Nylon 11 Powder und eignet sich daher besser für Druckteile mit großen Querschnitten.
Designüberlegungen für TPU 90A Powder
TPU 90A Powder ist ein Elastomer, das eine erhöhte Reißfestigkeit und Bruchdehnung liefert. Mit einer Shore-Härte von 90A bietet das Material feste, gummiähnliche Eigenschaften. Es lassen sich damit weichere Teile erstellen, indem Volumenkörper durch Gitterstrukturen ersetzt werden, um die gewünschte Steifigkeit zu erreichen. TPU 90A Powder ist biokompatibel und für Anwendungen mit Hautkontakt geeignet.
Designüberlegungen für Polypropylene Powder
Polypropylene Powder ist ein 3D-Druckmaterial aus echtem Polypropylen, mit dem Sie Teile mit hoher Haltbarkeit und Zähigkeit herstellen. Die Druckteile sind steif, bieten jedoch hervorragende Duktilität.
Weitere Ressourcen