Die Größe und Morphologie des Pulvers beeinflussen das Verhalten des Pulvers beim Dosieren, Nachbeschichten und Lasern. Eine der wichtigsten Eigenschaften, die sich daraus ergeben, ist die Fließfähigkeit eines Pulvers. In der Regel gilt: Je fließfähiger ein Pulver ist, desto besser. Es gibt mehrere Messungen dafür, wie z. B. den Schüttwinkel (der höchste Winkel, in dem das Pulver aufgeschüttet wird) oder die Pulverviskosität (der Widerstand eines Pulvers gegen das Fließen, gemessen mit einem Rheometer). Nicht fließfähiges Pulver kann Schwierigkeiten beim Nachbeschichten des Pulverbetts verursachen, was zu ungleichmäßigen Schichten führt. Es kann auch den Pulvertrichter verstopfen, so dass überhaupt kein Pulver mehr abgegeben wird.
Die Partikelgröße hat eine Vielzahl von Auswirkungen und sollte im Allgemeinen etwa zwei- bis dreimal kleiner sein als die gewählte Schichthöhe. Wenn die Partikel zu groß sind, können einzelne Partikel Druckfehler hinterlassen, wenn sie über das Pulverbett gezogen werden, und beim Sintern zu schlechter Packung und Dichte führen. Wenn die Partikel zu klein sind, neigen sie eher zur Aerosolisierung und wirken wie eine isolierende Schicht, sodass der Boden einer Schicht möglicherweise nicht vollständig gesintert wird.