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Fehlerdiagnose bei niedrigem Eingangsdruck am Fuse Blast

Fehlerdiagnose bei niedrigem Eingangsdruck am Fuse Blast

Der Fuse Blast benötigt eine konstante Druckluftzufuhr, um seine Hauptfunktionen zu erfüllen: Strahlen oder Spülen von Druckteilen sowie das Spülen der Strahlkammer. Wenn die Druckluftversorgung für den ausgewählten Strahlzyklus nicht ausreicht, zeigt der Fuse Blast Error 2.7.6: Low Air Supply Pressure (Fehler 2.7.6: Niedriger Druckluftversorgungsdruck) an und die Leistung des Strahlzyklus kann geringer als erwartet sein.

Ab Firmwareversion 1.0.2 halten die Fuse-Blast-Geräte den laufenden Zyklus zunächst an, damit sich die Druckluftversorgung wieder aufladen kann, bevor sie stoppen und eine Fehlermeldung ausgeben. Wenn Ihre Strahlzyklen häufig anhalten, kann dies auch darauf hinweisen, dass die Druckluftversorgung für den eingestellten Strahlzyklus nicht ausreicht.

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die den Druck und die Menge der von einem Druckluftkompressor gelieferten Luft beeinflussen können. Dazu gehören die Leistung des Kompressors, die Größe des Tanks, die Länge der Schläuche, der Innendurchmesser der Schläuche, die verwendeten Anschlüsse, andere an der Druckluftversorgung hängende Werkzeuge und vieles mehr. Dieses Dokument enthält Schritte zur Fehlerbehebung für allgemeine Probleme mit der Luftzufuhr Ihres Fuse Blast.

Anmerkung:

Die Voreinstellungen und Druckempfehlungen des Fuse Blast sind lediglich Richtlinien. Ihre Druckteile können mit einer Vielzahl von Einstellungskombinationen gereinigt werden. Formlabs empfiehlt, je nach Bedarf zu experimentieren, um die gewünschten Ergebnisse innerhalb der Grenzen Ihrer Luftversorgung und Ihres Arbeitsprozesses zu erzielen.

Symptome

  • Fehler 2.7.6: Niedriger Druckluftversorgungsdruck auf dem Touchscreen des Fuse Blast angezeigt
  • Schlechtere als erwartete Oberflächenbeschaffenheit und Sauberkeit der Teile
  • Ungleichmäßiger Strahlmittelausstoß aus der Strahlpistole
  • Strahlzyklen pausieren häufig, damit sich der Kompressor wieder aufladen kann

Häufige Ursachen

Die möglichen Ursachen für Druckprobleme, in etwa nach Wahrscheinlichkeit geordnet, sind:

  • Der Druck des Strahlzyklus ist zu hoch für die Kapazität der Druckluftversorgung eingestellt
  • Die Dauer des Strahlzyklus ist zu lang für die Kapazität der Druckluftversorgung eingestellt
  • Der Luftkompressor entspricht nicht den empfohlenen Spezifikationen
  • Die Druckluftversorgungsleitung ist zu lang
  • Die Druckluftversorgungsleitung ist zu schmal
  • Anschlüsse in der Luftversorgung verursachen Druckverlust
  • Lecks in der Luftversorgung
  • Interne Lecks in den pneumatischen Schläuchen des Fuse Blast

Schritte zur Fehlerbehebung

Firmware aktualisieren und Einstellungen für Adaptive Airflow anpassen

Ab der Firmwareversion 1.0.2 verwaltet Fuse Blast automatisch Unterbrechungen des Luftstroms mit Adaptive Airflow. Adaptive Airflow überwacht den Einlassdruck und unterbricht den Reinigungszyklus, damit sich die Druckluftversorgung wieder aufladen kann, ohne den Vorgang abzubrechen. Aktualisieren Sie die Firmware auf die Version 1.0.2, um auf Adaptive Airflow zuzugreifen.

Während die Standardeinstellungen für die Reinigung der meisten Druckteile ausreichen, können Nutzer die Einstellungen für Adaptive Airflow so konfigurieren, dass sie ihren Strahlanforderungen am besten entsprechen.

So ändern Sie die Einstellungen für Adaptive Airflow

  1. Aktualisieren Sie die Firmware auf Version 1.0.2 oder neuer.
  2. Tippen Sie auf das Zahnradsymbol unten links auf dem Startbildschirm von Fuse Blast. Das Menü Settings (Einstellungen) wird angezeigt.
  3. Tippen Sie auf Maintenance (Wartung) > Adaptive Airflow (Adaptiver Luftstrom). Der Bildschirm Adaptive Airflow wird angezeigt.
  4. Wählen Sie die gewünschte Aufladezeit:
    1. Auflade-Timer: Hier wird die Zeit eingestellt, die der Fuse Blast wartet, bis die Druckluftversorgung den erforderlichen Druck erreicht hat, um den Zyklus fortzusetzen. Ziehen Sie den Schieberegler nach links oder rechts, um die Dauer der Wiederaufladezeit des Luftkompressors im Falle einer Versorgungsunterbrechung einzustellen. Wenn die Druckluftzufuhr nicht den erforderlichen Druck erreicht, bevor der Timer abläuft, stoppt der Fuse Blast den Reinigungszyklus und zeigt Fehler 7.6 an.
    2. Füllzeitgeber: Hier wird die Zeit eingestellt, die der Fuse Blast wartet, nachdem die Druckluftversorgung den erforderlichen Druck erreicht hat, bevor er fortfährt. Auf diese Weise kann sich zum Beispiel ein Drucklufttank so weit füllen, dass der Versorgungsdruck bei Wiederaufnahme des Zyklus nicht sofort abfällt. Ziehen Sie den Schieberegler nach links oder rechts, um die Auffüllzeit des Kompressors nach Erreichen des für den Reinigungszyklus erforderlichen Drucks einzustellen.
Bedienoberfläche des Adaptive Airflow beim Fuse Blast.

Bestimmen Sie, in welcher Phase des Strahlzyklus das Problem auftritt

Ein normaler Strahlzyklus besteht aus drei Phasen in dieser Reihenfolge: Strahlen, Kammerspülung und Teilespülung. Bei Verwendung der Standard-Strahlvoreinstellungen erfordert die Teilspülung die meiste Luft, da mindestens 379,4 SLPM für mindestens drei Minuten zugeführt werden müssen.

  1. Benutzen Sie die Pedale des Fuse-Blast und lassen Sie die Strahlpistole händisch mit den gewünschten Druck- und Zeiteinstellungen laufen (2 Bar [30 psi] für 10 Minuten wird für einen Standard-Strahlzyklus empfohlen). Beachten Sie etwaige Druckabfälle am Kompressor oder Fehlermeldungen auf dem Fuse Blast.
  2. Führen Sie die händische Teilespülung mithilfe der Pedale des Fuse Blast mit den gewünschten Druck- und Zeiteinstellungen durch (für einen Standard-Strahlzyklus werden 3 Minuten bei 2,75 bar [40 psi] empfohlen). Beachten Sie etwaige Druckabfälle am Kompressor oder Fehlermeldungen auf dem Fuse Blast.
  3. Wenn der Fuse Blast während der vorherigen Schritte keine Fehlermeldung angezeigt hat, führen Sie nur einen reinen Spülzyklus durch und notieren Sie sich jeden Druckabfall am Kompressor oder jede Fehlermeldung auf dem Fuse Blast während des Kammer-Spülzyklus. Die Kammerspülung lässt sich an der Bewegung der dünnen Schlauchpeitschen, die sich um die Strahlkammer herum befinden, erkennen.

Bestimmen Sie den maximalen Druck, den Ihre Druckluftversorgung aufrechterhalten kann.

  1. Sobald Sie festgestellt haben, wann das Problem des zu niedrigen Drucks auftritt, verringern Sie schrittweise die Druckeinstellung für jeden Zyklus, bis die Druckluftzufuhr den Bedarf für die erforderliche Zeit decken kann. Beachten Sie, dass die Zykluszeit bei abnehmendem Luftdruck möglicherweise verlängert werden muss, um eine gleichwertige Oberflächengüte der Teile zu erzielen.
  2. Wenn der Fehler während der Strahlphase auftritt, sollten Sie die mitgelieferte 3-mm-Strahldüse installieren, um höhere Druckwerte bei geringerem Luftverbrauch zu erzielen.
  3. Sobald Sie eine Reihe von effektiven Einstellungen für den Strahlzyklus gefunden haben, speichern Sie diese als benutzerdefinierte Voreinstellung.
  4. Führen Sie mit der benutzerdefinierten Zyklus-Voreinstellung einen automatischen Strahlzyklus durch und passen Sie ihn bei Bedarf weiter an.

Prüfen Sie die Druckluftversorgung

  1. Vergewissern Sie sich, dass Ihr Luftkompressor die Anforderungen für die verwendeten Einstellungen erfüllt. Wenn der Luftkompressor die Mindestanforderungen nicht erfüllt, befolgen Sie die obigen Anweisungen, um den Luftverbrauch zu minimieren, oder erwerben Sie einen leistungsstärkeren Kompressor. Die Empfehlungen von Formlabs finden Sie hier.
  2. Wenn Ihr Kompressor die Mindestanforderungen für Ihre Strahlzykluseinstellungen erfüllt, besteht möglicherweise ein Verlust zwischen dem Kompressor und dem Fuse Blast:
    1. Überprüfen Sie die Länge der Schläuche. Ein zu langer Versorgungsschlauch führt zu Druckverlusten. Um Ihren Kompressor so effizient wie möglich zu nutzen, sollten Sie die Versorgungsschläuche zwischen Fuse Blast und dem Kompressor so kurz wie möglich halten.
    2. Prüfen Sie den Innendurchmesser der Schläuche. Durch zu enge Schläuche kann dem Fuse Blast möglicherweise nicht genügend Luft zugeführt werden. Formlabs empfiehlt die Verwendung von Schläuchen mit einem Innendurchmesser von mindestens 10 mm.
    3. Überprüfen Sie die Anschlüsse der Luftzufuhr. Alle Armaturen, wie z. B. Winkelstücke, T-Stücke, Ventile und Adapter, führen zu Druckverlusten. Entfernen Sie unnötige Armaturen, um diese Verluste zu verringern.
    4. Überprüfen Sie alle anderen Werkzeuge, die von Ihrer Luftversorgung abhängig sind. Bei gleichzeitiger Benutzung von anderen druckluftbetriebenen Werkzeugen und des Fuse Blast wird der Kompressor zusätzlich belastet.

Ersetzen der Strahldüse

Der Fuse Blast wird mit zwei Strahldüsenköpfen geliefert: mit einer Öffnung von 3 mm und 4 mm. Frühe Fuse-Blast-Geräte wurden mit einem werksseitig eingebautem 4-mm-Strahldüsenkopf ausgeliefert. Alle nachfolgenden Geräte wurden mit einem werksseitig eingebautem 3-mm-Strahldüsenkopf ausgeliefert. Formlabs empfiehlt, die 4-mm-Strahldüse durch die 3-mm-Strahldüse zu ersetzen, wenn Ihr Luftkompressor nicht genügend Druck liefert, um die Teile ausreichend zu reinigen. Messen Sie den Innendurchmesser der mit Ihrem Fuse Blast mitgelieferten Ersatzdüse, um festzustellen, welche Düse derzeit installiert ist.

Auf Leckagen prüfen

Sollte Ihre Druckluftzufuhr ausreichend sein, gibt es möglicherweise Undichtigkeiten in Ihren Versorgungsschläuchen oder dem Fuse-Blast-Gerät.

  1. Führen Sie einen Strahlzyklus durch und achten Sie darauf, ob Luft entweicht. Wenn Ihre Luftzufuhrschläuche Leckagen aufweisen, beheben Sie diese und testen Sie das System erneut.
  2. Wenn keine Leckagen in den Luftzufuhrschläuchen vorhanden sind oder wenn aus dem Inneren des Fuse Blast ein Luftaustritt zu hören ist, liegt möglicherweise ein Leck in den internen Pneumatikschläuchen vor. Wenden Sie sich an den Formlabs-Kundenservice, um Hilfe bei der Inspektion der internen Schläuche Ihres Fuse-Blast-Geräts zu erhalten.