Anmerkung:
Teile, die auf einem Fuse 1+ 30W-Drucker gedruckt werden, weisen tendenziell mehr Grübchenbildung auf als solche, die auf einem Fuse 1 gedruckt werden.
Das in den Fuse-1-Druckern verwendete SLS-Druckverfahren erfordert einen präzisen Sollwert für die Temperatur des zu sinternden Materials, die vom IR-Sensor des Druckers gemessen wird. Obschon die meisten Drucker diesen Temperatursollwert ohne Anpassungen einhalten, können einige der häufigen Druckfehler und Probleme durch eine Feinabstimmung der Druckbetttemperatur behoben werden.
Formlabs empfiehlt, dieses Hilfsmittel nur dann zu verwenden, wenn andere Standard-Fehlerbehebungs- und -Wartungsschritte Ihr Druckproblem nicht behoben haben. Für weitere Anleitungen zu Ihrem speziellen Fall wenden Sie sich an den Formlabs-Kundenservice oder Ihren zertifizierten Dienstleister.
Fehlerbehebung vor dem Einstellen der Solltemperatur des Druckbetts
Die Hauptursache für temperaturbedingte Probleme sind Verunreinigungen auf dem IR-Sensor oder dem IR-Sensorkegel. Überprüfen und reinigen Sie den IR-Sensor und dessen Gehäuse, bevor Sie die Betttemperatur einstellen:

Einstellen der Solltemperatur für das Druckbett
Die Zieltemperatur des Druckbetts kann in Schritten von 0,25 °C um bis zu ± 5 °C angepasst werden. Bei der Behebung von Problemen mit der Druckbetttemperatur empfiehlt Formlabs eine Feinabstimmung in 0,5-°C-Schritten, bis optimale Ergebnisse erzielt werden. So passen Sie die Betttemperatur-Sollwerte an:

Häufige Druckprobleme im Zusammenhang mit der Druckbetttemperatur
Starke Verkrustung oder schwer zu entfernende Surface Armor
Starke Verkrustung oder besonders schwer zu entfernende Surface Armor deutet in der Regel darauf hin, dass die Druckbetttemperatur zu hoch ist. Verringern Sie die Betttemperatur-Sollwert um 0,5 °C und führen Sie einen weiteren Druckauftrag aus. Passen Sie die Druckbetttemperatur bei Bedarf in 0,5 °C-Schritten weiter an.
Schichtwölbung
Schichtwölbung kann je nach Kontext darauf hindeuten, dass die Temperatur entweder zu hoch oder zu niedrig ist.
Wölbung auf dem Surface Armor eines Druckteils kann auf eine zu hohe Druckbetttemperatur hindeuten. Das Wölben der Surface-Armor-Schicht tritt in der Regel sehr früh im Druckprozess auf, nämlich beim Lasern der ersten paar Schichten. Verringern Sie die Betttemperatur-Sollwert um 0,5 °C und führen Sie einen weiteren Druckauftrag aus. Passen Sie die Druckbetttemperatur bei Bedarf in 0,5 °C-Schritten weiter an.
Wölbung in vollständig gesinterten Schichten kann auf eine zu niedrige Druckbetttemperatur hindeuten. Erhöhen Sie die Betttemperatur-Sollwert um 0,5 °C und führen Sie einen weiteren Druckauftrag aus. Passen Sie die Druckbetttemperatur bei Bedarf in 0,5 °C-Schritten weiter an.
Grübchenbildung oder Lochfraß
Eine gewisse Grübchenbildung auf der Oberseite von Teilen ist typisch für Teile, die auf Druckern der Generation Fuse 1 gedruckt wurden, und kann in der Regel durch Änderungen der Ausrichtung und des Layouts in der FORM-Datei behoben werden. Starke Grübchenbildung oder tiefere Lochfraßbildung können darauf hindeuten, dass die Druckbetttemperatur zu hoch ist. Verringern Sie die Betttemperatur-Sollwert um 0,5 °C und führen Sie einen weiteren Druckauftrag aus. Passen Sie die Druckbetttemperatur bei Bedarf in 0,5 °C-Schritten weiter an.
Anmerkung:
Teile, die auf einem Fuse 1+ 30W-Drucker gedruckt werden, weisen tendenziell mehr Grübchenbildung auf als solche, die auf einem Fuse 1 gedruckt werden.


Grübchenbildung.
Lochfraß.
Materialspezifische Überlegungen
Formlabs empfiehlt nicht, die Betttemperatur-Sollwert beim Drucken mit TPU 90A Powder anzupassen, da dies nachweislich nicht zu besseren Druckergebnissen führt.