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Verwendung von True Cast Resin

Verwendung von True Cast Resin

Verwenden Sie True Cast Resin für den Präzisionsguss von aufwendigem Schmuck und komplexen technischen Bauteilen mit einer Dicke von bis zu 5 mm. Druckteile aus True Cast bieten außergewöhnliche Details und glatte Oberflächen unter einer Vielzahl von Arbeitsabläufen und Bedingungen beim Gießen.

Das auf Zuverlässigkeit, Qualität und Vielseitigkeit ausgelegte True Cast Resin lässt sich in eine Vielzahl von Ausbrennzeitplänen integrieren. Seine niedrige Wärmeausdehnung, minimale Schrumpfung und der Aschegehalt von 0,03 % gewährleisten ein sauberes Ausbrennen und durchgehend hochwertige Gussteile.

Druckteile aus True Cast Resin

Anmerkung:

Wenn Sie mehr über die Leistung oder die spezifischen Materialeigenschaften von True Cast Resin erfahren möchten, lesen Sie das Sicherheitsdatenblatt (SDB) und das technische Datenblatt (TDB). Beziehen Sie sich primär auf das SDB zu den Themen Sicherheit und Handhabung von Formlabs Materialien.

Empfohlen für:

  • Mittlere Schmuckstücke
  • Schwere Schmuckstücke
  • Medaillons und Miniaturen
  • Technische Bauteile

Nicht empfohlen für:

  • Draht-Filigranarbeiten – nutzen Sie hierfür Castable Wax Resin
  • Teile mit einer Dicke von mehr als 5 mm – nutzen Sie hierfür Clear Cast Resin

True Cast Resin lässt sich in 25 Mikrometern und 50 Mikrometern drucken. In der Formlab-Gruppe „Formlabs Jewelry/Casting“ auf Facebook finden Sie Unterstützung von anderen Anwendern zum Drucken mit diesem Material.

Erforderliches Zubehör

Verkauft von Formlabs:

Verkauf durch Dritte:

  • Kompatibler Kunstharz-Drucker
  • Ausbrennofen
  • Gießanlage (Vakuumkammer und Gießsystem, z. B. Neutec J2R)
  • Zubehör wie Vornschneider, Gießformen, Gussformen, Sauger, Wachs, Wachswerkzeuge usw.
  • IPA oder Ethylalkohol (Konzentration von 91 % oder höher)
  • Druckluft
  • Schleifpapier (1000er Körnung)
  • Harz-Erwärmer

Übersicht des Arbeitsablaufs

1 - Pattern Design
1 - Modellentwurf
Entwerfen Sie das Teil in einer CAD-Software.
2 - Pre-Heat and Mix
2 - Harz vorheizen und mischen
Erhitzen Sie das Harz vor dem Drucken und mischen Sie es anschließend, damit der Wachsanteil vollständig verflüssigt und gleichmäßig verteilt ist.
3 - Pattern Printing
3 - Modelldruck
3D-Druck mit True Cast Resin nach Anleitung von Formlabs.
4 - Wash Patterns
4 - Waschzyklen
Reinigen Sie die gedruckten Modelle gründlich mit IPA, um alle ungehärteten Harzreste abzulösen. Spülen Sie sie mit sauberem IPA ein weiteres Mal ab, um makellose Sauberkeit zu garantieren. Ungehärtetes Kunstharz auf den Teilen kann zu Fehlern beim Gießen führen.
5 - Dry With Compressed Air
5 - Mit Druckluft trocknen
Verwenden Sie Druckluft, um die Druckteile vollständig zu trocknen. So stellen Sie sicher, dass vor dem Guss kein ungehärtetes Harz oder IPA auf den Teilen verbleibt.
6 - Post-Cure Patterns
6 - Modell nachhärten
Härten Sie die Teile nach, um die beim Druck begonnene Polymerisierungsreaktion abzuschließen und optimale Gussergebnisse zu gewährleisten Dies verbessert die Festigkeit und Robustheit der Modelle und vermindert somit Fehler beim Gussverfahren.
7 - Build the Sprue Tree
7 - Gussbaum bauen
Befestigen Sie die Druckteile mit Wachs an einem Gussbaum, um sie für den Guss vorzubereiten. Befestigen Sie den Baum an einer Gussmuffel.
8 - Prepare the Mold
8 - Form vorbereiten
Mischen Sie die Einbettmasse entsprechend den Herstelleranweisungen mit Wasser an. Gießen Sie die Einbettmasse langsam in die Muffel.
9 - Burnout
9 - Ausbrennen
Platzieren Sie die Muffel in einen Ofen und befolgen Sie den Ausbrennzeitplan, der für Ihre Einbettmasse empfohlen wird.
10 - Cast
10 - Gießen
Gießen Sie das Metall in die Muffel.
11 - Recover the Parts
11 - Teile entnehmen
Entnehmen Sie die Gussteile, trennen Sie sie vom Gussbaum und entfernen Sie etwaige Reste der Einbettmasse durch Sandstrahlen (wenn nötig).
12 - Finish
12 - Fertigstellen
Teile nach Bedarf Nachbearbeiten und Fertigstellen.

Vor dem Druck

True Cast Resin enthält Wachs und verfestigt sich mit der Zeit bei Raumtemperatur. Dies ist ein normales Merkmal für True Cast Resin und kein Zeichen für abgelaufenes Harz.

Formlabs empfiehlt, das Harz in der Kartusche wöchentlich oder nach Bedarf zu erhitzen, um eine Trennung des Harzes zu verhindern. Um das Harz zu erhitzen, wählen Sie eine der folgenden Heizoptionen:

  • Legen Sie die Harzkartusche oder -flasche eine Stunde lang in einen Ofen bei 45 °C.
  • Platzieren Sie die Harzkartusche oder -Flasche in einen wasserdichten Beutel und tauchen Sie sie für eine Stunde in ein Wasserbad mit 45 °C.

Hinweis:

Legen Sie die Harzkartusche nicht direkt ins Wasser. Das Eintauchen der Harzkartusche in Wasser kann den RFID-Aufkleber beschädigen und dazu führen, dass der Drucker die Kartusche nicht mehr richtig erkennt.

  • Platzieren Sie die Harzkartusche oder -Flasche für 30–60 Minuten in einen Harz-/Filament-Wärmer bei 45 °C.
  • Nur Drittanbieterharz-Flaschen: Legen Sie die Harzflasche für 30 Sekunden in die Mikrowelle.

Hinweis:

Platzieren Sie Formlabs-Harzkartuschen nicht in die Mikrowelle, da dies den RFID-Aufkleber beschädigt und verhindert, dass der Drucker die Kartusche ordnungsgemäß erkennt.

Sobald das Harz warm ist, müssen Sie die Harzkartusche oder -Flasche 30 Sekunden lang kräftig schütteln, damit sich das Wachs vollständig mit dem Harz verbindet. Warmes Harz hat eine niedrige Viskosität und kann zu Fleckenbildung neigen. Mit Vorsicht behandeln.

Formlabs rät davon ab, bereits in Formlabs-Harztanks vorhandenes True Cast Resin erneut zu erhitzen. Sobald der Drucker den Harztank während der Druckvorbereitung erhitzt, wird das Harz verdünnt und verflüssigt sich. Bei Drittanbieter-Harztanks müssen Nutzer womöglich True Cast Resin aus einem nicht im Einsatz befindlichen Tank entfernen, um ein Erstarren des Wachses zu verhindern.

Designrichtlinien

Gießen ist sowohl eine Fähigkeit als auch eine Kunstform. Für gute Ergebnisse ist das Design des Gussteils genauso wichtig wie die Materialeigenschaften. Seien Sie besonders sorgfältig beim Design einzelner Merkmale, der Auslegung des Materialflusses in der Einbettmasse und bei der Druckkonfiguration. Weitere Informationen über die besten Design-Parameter für häufige Schmuckdetails wie Krappen, Filigranarbeiten, Gravuren, Oberflächen, Reliefschrift und Millgriff finden Sie im Whitepaper 3D-Druck von Schmuck: grundlegende Design-Parameter, Stützstrukturen und Ausrichtung [[EN]] [[DE]] [[FR]] [[IT]] [[ZH]] von Formlabs.

Empfehlungen für Druckfunktionen

Beim Drucken mit True Cast Resin empfiehlt Formlabs, Modelle mit einer Wandstärke zwischen 500 Mikrometern und 5 mm zu entwerfen.

Bei der Auswahl eines Harzes sollten Sie die Eigenschaften des jeweiligen Materials beim Gießen berücksichtigen. Für kleinere Teile oder filigrane Drähte sollten Sie Castable Wax Resin verwenden. Für mittleren bis schweren Schmuck oder kleine technische Bauteile sollten Sie True Cast Resin verwenden. Für größeren Feinguss sollten Sie Clear Cast Resin verwenden.

Eignungsbereich für Formlabs Castable Resin

Brüche der Einbettmasse Vermeiden

Entwerfen Sie Modelle mit einer glatten Flussfläche. Vermeiden Sie es, scharfe Ecken und Kanten zu erstellen. Scharfe Kanten führen nicht nur zu mehr Turbulenzen im Metall, sie konzentrieren auch die Ausdehnungsspannungen in der Form.

Konzentrierte Dehnungsspannung führt zum Bruch der Einbettmasse. Anzeichen für gebrochene Einbettmasse sind gefüllte Vertiefungen wie Gravuren und Steinfassungen im Gussteil. Gebrochene Einbettmasse führt für gewöhnlich zu rauen Gussteiloberflächen oder Lochfraß, die aus Rückständen von Einbettmasse entstehen.

Beispiele für Modelle mit scharfen Kanten, Steinfassungen oder Gravuren.