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Fehlerbehebung bei Teilen, die mit Alumina 4N Resin gedruckt wurden

Fehlerbehebung bei Teilen, die mit Alumina 4N Resin gedruckt wurden

Alumina 4N Resin ist eine hochdichte und hochreine technische Keramik mit außergewöhnlichen Leistungen in extremen Umgebungen: thermisch beständig, hart, abriebfest, mechanisch stark und chemisch inert. Konventionell wird sie durch Pressen oder Keramikspritzguss hergestellt, wobei in beiden Fällen teure Werkzeuge für die Herstellung der Teile erforderlich sind.

Manchmal gelingen Drucke nicht so, wie man es erwartet. Vergleichen Sie die Symptome der häufig auftretenden Probleme bei Druckteilen, die mit Alumina 4N Resin gedruckt wurden, um die Ursache des Problems einzugrenzen und eine Lösung zu finden.

Probleme während dem Drucken

Ablagerung von Partikeln im Harztank oder in der Kartusche

Alumina 4N Resin enthält in der flüssigen Harzmatrix suspendierte Aluminiumoxidpartikel. Wie bei anderen Formlabs-Kunstharzen mit Schwebstoffen kann sich das Aluminiumoxid mit der Zeit absetzen, wenn Ihr Harztank oder Ihre Harzkartusche über einen längeren Zeitraum nicht genutzt wird.

So verhindern Sie, dass sich Partikel im Harztank oder in der Harzkartusche absetzen:

  • Schütteln Sie die Harzkartusche vor dem Druck zwei Minuten lang. Tragen Sie Handschuhe und drücken Sie das Beißventil auf, damit das Harz frei fließen kann.
  • Rühren Sie das Harz im Harztank mit einem weichen Werkzeug (wie dem Form-3-Tankwerkzeug) um, damit die Aluminiumoxidpartikel wieder dispergieren.
  • Kühlen oder frieren Sie die Harzkartusche und den Harztank ein, wenn sie nicht in Gebrauch sind, um ein Absetzen während der Lagerung zu verhindern.

Druckteile haften nicht auf der Konstruktionsplattform

„Nicht-Haftung“ beschreibt einen Druckfehler, bei dem Drucke entweder teilweise oder vollständig von der Konstruktionsplattform abgelöst werden. Dies tritt auf, wenn die anfänglichen Schichten eines Drucks nicht an der Konstruktionsplattform haften bleiben. Bei vollständigem Haftungsverlust ist der Druck nicht auf der Konstruktionsplattform zu finden und es befindet sich ein flacher Bereich aus ausgehärtetem Harz auf dem Boden des Harztanks.

So beheben Sie Haftungsprobleme beim Drucken mit Alumina 4N Resin:

  1. Kalibrieren Sie die Z-Achse Ihres Druckers.
  2. Nehmen Sie bei Bedarf eine Feinabstimmung der Z-Achse Ihres Druckers vor.
  3. Drucken Sie eine einzelne 50 Mikrometer (0,050 mm) dicke Schicht mit einem verfügbaren Harz. Formlabs empfiehlt für diesen Test die Verwendung eines Standard-Kunstharzes.
  4. Entfernen Sie etwaiges flüssigen Harz von der gedruckten Schicht und der Konstruktionsplattform.
  5. Messen Sie die Dicke der gedruckten Schicht mit einem Mikrometer oder einem ähnlichen Werkzeug. Notieren Sie sich die gemessene Mindestdicke.
  6. Um die erforderliche Anpassung der Z-Achse zu berechnen, müssen Sie 100 Mikrometer von der gemessenen Mindestdicke der gedruckten Schicht abziehen.
    • Tippen Sie auf dem Touchscreen des Druckers auf Settings > Maintenance > Calibration > Z Axis Fine Tuning (Einstellungen > Wartung > Kalibrierung > Feineinstellung der Z-Achse). Der Bildschirm Z Axis Fine Tuning (Feinabstimmung der Z-Achse) erscheint.
    • Tippen Sie auf die Schaltfläche - über Z Offset, um die Standardposition der Konstruktionsplattform um den oben berechneten Betrag abzusenken.

Anmerkung:

Es ist normal, dass die erste gedruckte Schicht auf Formlabs-LFS-Druckern deutlich dicker als die Nenndicke von 50 Mikrometern ist.

Wenn die Haftungsprobleme weiterhin bestehen, schleifen Sie die Oberfläche Ihrer Konstruktionsplattform vor dem Druck mit einem mittleren oder feinen Schleifpapier ab. Eine raue Oberfläche sorgt für eine bessere Haftung an der Konstruktionsplattform für Teile, die mit Alumina 4N Resin gedruckt werden.

Drucke schlagen nach den ersten Schichten fehl (nur Form 3)

Manchmal haften Teile an der Konstruktionsplattform, schlagen aber nach dem Druck der ersten Schichten fehl. Dies ist meist auf eine falsch kalibrierte Z-Achse oder ein Problem mit dem Harztankmischer zurückzuführen.

Um zu verhindern, dass Teile nach dem Druck der ersten Schichten fehlschlagen, kalibrieren Sie die Z-Achse Ihres Druckers.

Wenn der Mischer bei Auftreten des Fehldrucks nicht vollständig im Mischergehäuse an der Seite des Harztanks geparkt ist, nehmen Sie den Mischer aus dem Tank. Biegen Sie die Mischerarme leicht nach außen. Richten Sie den Mischer so aus, dass die Arme nach oben und zum Mischergehäuse auf der linken Seite des Tanks zeigen. Die Magnete im Mischer sollten nach unten zeigen. Schieben Sie den Mischer nach links und in das Mischergehäuse, bis die Biegeelemente an beiden Enden einrasten.

Teile fallen von Stützstrukturen ab

Auch Teile, die ordnungsgemäß auf der Konstruktionsplattform haften, können später während des Drucks von ihren Stützstrukturen fallen. Dies kann auf unzureichende Stützstrukturen, die Druckgeometrie oder das Alter des Harzes zurückzuführen sein.
Ein aus Alumina 4N Resin gedrucktes Teil, das sich von seinen Stützstrukturen gelöst hat

So verhindern Sie, dass Teile während des Drucks von ihren Stützen fallen:

  • Fügen Sie bei Bedarf manuell Stützen in PreForm hinzu.
  • Stellen Sie sicher, dass die Stützstrukturspitzen die richtige Größe haben. Formlabs empfiehlt eine Berührungspunktgröße von 0,4 bis 0,8 mm. Vorzugsweise sollten 0,5 mm große Berührungspunkte verwendet werden. Größere Berührungspunkte halten das Teil im Allgemeinen besser, hinterlassen aber bei der Nachbearbeitung größere Spuren oder Noppen.
  • Richten Sie die Teile so aus, dass der Druck nicht mit einer scharfen Kante beginnt. Beim Drucken mit Alumina 4N ist es generell empfehlenswert, anders als bei den meisten Formlabs-Kunstharzen, die Teile parallel zur Konstruktionsplattform auszurichten. Wenn Ihr Teil in einem Winkel gedruckt werden muss, runden Sie die untere Kante ab, um mehr Fläche für die Stützberührungspunkte zu schaffen.
  • Richten Sie Ihre Teile so aus, dass keine Hohlräume entstehen. Weitere Empfehlungen finden Sie im Alumina-4N-Designleitfaden.
  • Mit zunehmender Alterung des Alumina 4N Resin nimmt dessen Leistung in Bezug auf feine Details, einschließlich kleinerer Berührungspunkte, ab. Wenn Ihr Harz älter als drei Monate ist, sollten Sie größere Berührungspunkte für Ihre Drucke verwenden. Kühlen Sie die Harzkartusche und den Harztank zwischen den Einsätzen, um deren Lebensdauer zu verlängern.

Bruch von Teilen während des Drucks

Teile können auch während des Drucks brechen, selbst wenn sie sich nicht von ihren Stützstrukturen lösen. Dies kann auf unzureichende Stützstrukturen, die Druckgeometrie oder Kollisionen zwischen dem Mischer und dem Druckteil zurückzuführen sein.

So verhindern Sie, dass Teile während des Drucks brechen:

  • Fügen Sie bei Bedarf manuell Stützstrukturen in PreForm hinzu.
  • Richten Sie Ihre Teile so aus, dass keine Hohlräume entstehen. Weitere Empfehlungen finden Sie im Alumina-4N-Designleitfaden.
  • Richten Sie Ihre Teile so aus, dass abrupte Änderungen der Masse oder der Querschnittsfläche zwischen den Schichten vermieden werden.
  • Prüfen Sie, ob der Mischer während des Drucks entkoppelt ist.

Druckteilgeometrie wird nicht aufgelöst

Besonders kleine Merkmale in Ihren Druckteilen werden möglicherweise nicht richtig gedruckt, insbesondere wenn das Harz altert.

Wenn feine Merkmale nicht aufgelöst werden:

  • Stellen Sie sicher, dass das Teil den Empfehlungen des Designleitfadens entspricht. Selbst bei frischem Harz werden Merkmale möglicherweise nicht gedruckt, wenn diese zu klein sind.
  • Die Leistungsfähigkeit in Bezug auf feine Details von Alumina 4N Resin lässt durch Alterung nach. Kühlen Sie die Harzkartusche und den Harztank zwischen den Einsätzen, um deren Lebensdauer um bis zu zwölf Monate zu verlängern.

Entkopplung des Mischers (Generation Form 3)

Zu verschiedenen Zeitpunkten vor und während eines Drucks bewegen die Formlabs-LFS-Drucker den Mischer über den Harztank und die Konstruktionsplattform, um das Harz zu mischen und um etwaige Obstruktionen aufzuspüren. Magnete im LPU-Gehäuse koppeln sich an entsprechende Magnete im Mischer, der bei der Bewegung der LPU mitgezogen wird. Der Mischer ist so konzipiert, dass er sich vom LPU-Gehäuse abkoppelt, wenn er auf einen Fehldruck oder eine andere Blockade stößt. Dies wird häufig von der Fehlermeldung Mixer Check Failure (Mischerprüfung fehlgeschlagen) begleitet.
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So beheben Sie Probleme mit der Entkopplung des Mischers:

  • Entfernen Sie ausgehärtetes Harz aus dem Harztank und filtern Sie das Harz im Tank.
  • Wenn sich der Mischer nicht im Mischergehäuse unterbringen lässt, sind die Arme an den Enden des Mischers möglicherweise zu breit. Nehmen Sie den Mischer aus dem Tank. Biegen Sie die Mischerarme leicht nach innen. Richten Sie den Mischer so aus, dass die Arme nach oben und zum Mischergehäuse auf der linken Seite des Tanks zeigen. Die Magnete im Mischer sollten nach unten zeigen. Schieben Sie den Mischer nach links und in das Mischergehäuse, bis die Biegeelemente an beiden Enden einrasten. Stellen Sie die Arme nach Bedarf so ein, dass die Arme mühelos einrasten.
  • Wenn der Mischer im Mischergehäuse einrastet, aber nicht an seinem Platz bleibt, sind die Arme an den Enden des Mischers möglicherweise zu schmal. Nehmen Sie den Mischer aus dem Tank. Biegen Sie die Mischerarme leicht nach außen. Richten Sie den Mischer so aus, dass die Arme nach oben und zum Mischergehäuse auf der linken Seite des Tanks zeigen. Die Magnete im Mischer sollten nach unten zeigen. Schieben Sie den Mischer nach links und in das Mischergehäuse, bis die Biegeelemente an beiden Enden einrasten. Stellen Sie die Arme nach Bedarf so ein, dass die Arme mühelos einrasten.
  • Wenn sich der Mischer während des Druckens weiterhin entkoppelt, wenden Sie sich an den Formlabs-Kundenservice oder Ihren autorisierten Vertriebspartner. Der Mischer muss möglicherweise ausgetauscht werden.

Mischer hat Ablagerungen während des Vordrucks erkannt (Generation Form 4)

Während der Vordruckroutine schabt der Mischer an der Konstruktionsplattform entlang, um nach Ablagerungen von früheren Drucken zu suchen. Die Viskosität von Alumina 4N Resin kann in diesem Stadium zu falsch-positiven Ergebnissen führen.

Mit zunehmendem Alter von Alumina 4N Resin steigt seine Viskosität. Kühlen Sie die Harzkartusche und den Harztank zwischen den Anwendungen, um die Haltbarkeit auf bis zu 12 Monate zu verlängern.

Wenn Sie während der Druckvorbereitung Fehler wie „Mischer hat Ablagerungen erkannt“ sehen:

  • Vergewissern Sie sich, dass Ihre Konstruktionsplattform vollständig sauber und frei von Ablagerungen ist.
  • Überprüfen Sie die Chargennummer und das Verfallsdatum Ihres Harzes. Wenn Ihr Harz abgelaufen ist oder länger als drei Monate außerhalb eines Kühlschranks gelagert wurde, müssen Sie es möglicherweise ersetzen.
  • Ablagerungen im Tank können dazu führen, dass der Mischer überspringt und Fehlalarme auslöst. Rühren Sie das Harz vor jedem Druck gründlich um, indem Sie einen Kunststoffspachtel verwenden oder den Mischer abnehmen und von einer Seite zur anderen bewegen.

Wenn Sie weiterhin Probleme mit der Erkennung von Ablagerungen vor dem Druck haben, wenden Sie sich an den Formlabs-Kundenservice oder Ihren autorisierten Vertriebspartner.

Weiße Partikel setzen sich auf der Konstruktionsplattform ab

Während eines Druckvorgangs können sich Verunreinigungen im Harz auf der Konstruktionsplattform ablagern. Dabei kann es sich um physische Ablagerungen oder um das Ergebnis von Kontakt mit Wasser bzw. Isopropylalkohol (IPA) handeln.
Weiße Partikel in einem Tank mit Alumina 4N Resin

Wenn Sie nach einem Druck weiße Partikel auf der Konstruktionsplattform bemerken:

Ablagerungen auf den Oberflächen der Teile

Größere Ablagerungen auf den Oberflächen der Teile während eines Drucks können von früheren Fehldrucken oder fehlgeschlagenen Abschnitten des aktuellen Drucks stammen. Ausgehärtete Harzflocken können womöglich im Harztank treiben oder durch den Mischer vom Tankfilm abgeschabt werden.

Ein Beispiel für Ablagerungen auf der Oberfläche eines mit Alumina 4N Resin gedruckten Teils
Ein Beispiel für Ablagerungen auf der Oberfläche eines mit Alumina 4N Resin gedruckten Teils

Wenn Sie Flocken aus ausgehärtetem Harz auf der Oberfläche Ihrer Druckteile bemerken:

  • Filtern Sie das Harz im Harztank.
  • Fügen Sie bei Bedarf manuell Stützstrukturen in PreForm hinzu, um Fehldrucke zu vermeiden.
  • Wiederholen Sie den Druckauftrag ohne das fehlgeschlagene Modell. Nach Möglichkeit sollten Sie das Teil neu ausrichten, damit es selbsttragend wird. Drucken Sie es dann neu aus.

Rafts haften stark an der Konstruktionsplattform

Mit Alumina 4N Resin gedruckte Teile haften stärker auf einer rauen Oberfläche der Konstruktionsplattform. In manchen Fällen können Ihre Druckteile so stark an der Konstruktionsplattform haften, dass sie nur schwer zu entfernen sind.

Wenn Ihre Druckteile zu stark an der Konstruktionsplattform haften:

Vorsicht:

Die Verwendung der mitgelieferten Werkzeuge (z. B. Seitenschneider oder Spachtel) auf rutschigen Oberflächen (z. B. einer kunstharzbeschichteten Konstruktionsplattform) kann zu ruckartigen Bewegungen führen. Halten und bewegen Sie scharfkantige Werkzeuge immer von Ihrem Körper weg, besonders beim Schneiden oder Schaben.

  • Befestigen Sie die Konstruktionsplattform. Verwenden Sie den im Form 2/Form 3 Finish Kit enthaltenen Spachtel, ein Spachtelmesser oder ein ähnliches Werkzeug zusammen mit einem Hammer, um die Druckteile von der Konstruktionsplattform zu trennen.
  • Nur Edelstahlkonstruktionsplattform: Falls erforderlich, strahlen Sie nach dem Entfernen Ihrer Druckteile und der Reinigung der Konstruktionsplattform die Oberfläche der Konstruktionsplattform mit Glasperlen ab.

Probleme mit Teilen im Grünzustand

Teile sind rosa gefärbt

Nach dem Waschen Ihrer Druckteile mit Ceramic Wash Solution können Sie eine rosa Färbung auf der Oberfläche Ihrer Teile feststellen. Dies ist auf eine Reaktion zwischen dem Harz und Nebenprodukten aus bestimmten Schmelzöfen zurückzuführen. Über die ästhetische Veränderung hinaus haben sich noch keine Probleme bei solchen gebrannten Teilen bemerkbar gemacht – nach dem Brennen sollten Ihre Teile trotzdem ihren Konstruktionsmaßen und ihrer Festigkeit entsprechen.
Druckteil aus Alumina 4N Resin mit rosa Verfärbung.

Wenn Sie nach dem Waschen einen rosa Schimmer auf der Oberfläche Ihrer Teile bemerken:

  • Halten Sie den Luftstrom während des Trocknens gleichmäßig über die Teile. Platzieren Sie Ihre Druckteile eventuell auf ein Sieb, einen Maschendraht oder eine mit V-Rillen versehene Unterlage, damit Luft über die Unterseite zirkulieren kann.

Teile lassen sich nur sehr schwer von den Stützstrukturen entfernen

Teile, die mit Alumina 4N Resin gedruckt wurden, müssen vor dem Brennen von ihren Stützstrukturen entfernt werden. Abhängig von der Druckgeometrie, der Geometrie der Stützstruktur und der Modellausrichtung kann das Entfernen von Stützstrukturen sich als schwierig erweisen.

Wenn sich Ihre Druckteile nur schwer von ihren Stützstrukturen trennen lassen:

  • Stellen Sie sicher, dass die Stützspitzen die richtige Größe haben. Formlabs empfiehlt eine Berührungspunktgröße von 0,4 bis 0,8 mm. Vorzugsweise sollten 0,5 mm große Berührungspunkte verwendet werden.
  • Machen Sie dünne Teile selbsttragend oder entfernen Sie Stützstrukturen mit einem Vornschneider oder einem ähnlichen Präzisionswerkzeug.
  • Wenn die gestützte Fläche sehr groß ist, könnte sie übermäßige Stützstrukturen aufweisen. Verwenden Sie PreForm, um die Stützdichte auf dieser Oberfläche zu verringern.

Risse auf der Druckteiloberfläche vor dem Brennen sichtbar

Mit Alumina 4N Resin gedruckte Teile sind in ihrem Grünzustand recht robust, aber dennoch anfällig für Beschädigungen. Insbesondere das unsachgemäße Waschen oder Trocknen Ihrer Druckteile kann zu Rissen in der Oberfläche führen.
Ein auf der Oberfläche eines mit Alumina 4N Resin gedruckten Teils vor dem Brennen sichtbarer Riss

Wenn Ihre Druckteile vor dem Brennen Risse an der Oberfläche bekommen:

  • Verwenden Sie kein IPA oder Wasser zur Reinigung Ihrer Druckteile. Verwenden Sie ausschließlich Ceramic Wash Solution, um flüssiges Harz von Teilen zu entfernen, die mit Alumina 4N Resin gedruckt wurden.
  • Begrenzen Sie die Zeit in der Ceramic Wash Solution auf zwei Minuten pro Waschgang. Längerer Kontakt mit der Ceramic Wash Solution kann zu Rissen in den Druckteilen führen.
  • Begrenzen Sie die Luftgeschwindigkeit entlang der Oberfläche des Teils, um die Verdunstungsrate zu verringern. Aggressive Trocknungsraten können zu Rissen in den Druckteilen führen.

Druckteile trocknen nicht vollständig

Trocknen Sie Ihre mit Ceramic Wash Solution gereinigten Druckteile vollständig, bevor Sie sie brennen. Formlabs empfiehlt, die Teile auf einem Sieb oder Gitter zu trocknen, um die Luftzirkulation um das Druckteil zu erhöhen. Die Teile benötigen eine warme Raumtemperatur von 20 bis 30 °C mit 30 bis 45 % Luftfeuchtigkeit, um vollständig zu trocknen. Trocknen Sie die Teile bei Bedarf 8–24 Stunden lang bei 45 °C im Ofen.

Wenn Ihre Teile nicht vollständig trocknen:

  • Stellen Sie sicher, dass das Teil vollständig gereinigt wurde, da flüssiges Harz nicht verdunstet.
  • Wischen oder blasen Sie so viel von der Ceramic Wash Solution ab wie möglich.
  • Teile, die noch etwas nass von der Ceramic Wash Solution sind, können trotzdem erfolgreich brennen. Wenn möglich, sollten Sie die ersten Ausbrennschritte langsamer angehen (bei weniger als 150 °C), um dies auszugleichen.

Löcher oder andere Vertiefungen, die mit Harz gefüllt sind

Nach dem Druck sind kleine Löcher und andere Vertiefungen oft mit flüssigem Harz gefüllt. Beim Brennen schließt dieses flüssige Harz Ausbrandgase ein und kann zu einem Riss im Teil führen. Wenn das flüssige Harz durch normales Waschen nicht entfernt werden kann, ist das Loch möglicherweise zu klein oder zu lang, damit die Ceramic Wash Solution vollständig eindringen kann.

Wenn nach dem Waschen flüssiges Harz in den Löchern Ihrer Druckteile verbleibt:

  • Stellen Sie sicher, dass das Teil den Empfehlungen des Designleitfadens entspricht.
  • Verwenden Sie Druckluft oder einen dünnen Draht, um flüssiges Harz aus dem Loch zu entfernen.

Verziehen der Teile während des Trocknens

Nachdem Sie Ihre Druckteile mit der Ceramic Wash Solution gereinigt haben, lassen Sie sie vor dem Brennen vollständig trocknen. Wenn der Luftstrom um ein Teil ungleichmäßig ist, können verschiedene Oberflächen unterschiedlich schnell trocknen, was zu einem Verziehen führt.

Wenn sich Ihre Teile während des Trocknens verziehen:

  • Halten Sie den Luftstrom während des Trocknens gleichmäßig über die Teile. Platzieren Sie Ihre Druckteile eventuell auf ein Sieb, einen Maschendraht oder eine mit V-Rillen versehene Unterlage, damit Luft über die Unterseite zirkulieren kann.

Probleme während und nach dem Brennen von Teilen

Große Risse in Druckteilen

Große Risse in Ihren Druckteilen können eine Vielzahl von Ursachen haben. Dazu gehören Designprobleme wie Spannungskonzentratoren, Probleme bei der Druckvorbereitung wie unzureichende Stützstrukturen und Probleme beim Brennen wie schlechte thermische Gleichmäßigkeit.
Ein großer Riss in einem gebrannten Teil, das mit Alumina 4N Resin gedruckt wurde

Wenn Sie nach dem Brennen große Risse in Ihren Druckteilen feststellen:

  • Befolgen Sie die Richtlinien von Formlabs für die Teilekonstruktion mit Alumina 4N Resin.
  • Ziehen Sie in Erwägung, scharfe Ecken abzurunden oder abzufeilen.
  • Richten Sie Ihre Teile so aus, dass abrupte Änderungen der Masse oder der Querschnittsfläche zwischen den Schichten vermieden werden.
  • Behandeln Sie die Druckteile vor dem Brennen vorsichtig. Mit Alumina 4N Resin gedruckte Teile sind in ihrem Grünzustand recht robust, aber dennoch anfällig für Beschädigungen.
  • Erwägen Sie, Ihre Teile in einem feuerfesten Kasten zu brennen, um die thermische Gleichmäßigkeit und damit die Gleichmäßigkeit der Schrumpfung zu verbessern.

Kleine Risse in Druckteilen

Kleinere Oberflächenrisse können durch zu aggressives Waschen oder durch Schäden von früheren Fehldrucken verursacht werden.

Wenn Sie nach dem Brennen kleine Risse in Ihren Druckteilen feststellen:

  • Filtern Sie das Harz im Harztank.
  • Reinigen Sie Ihre Druckteile schnell und effizient, aber ohne großen Kraftaufwand. Achten Sie beim Trocknen auf einen guten Luftstrom über alle Teileoberflächen.

Druckteile sind schwächer als erwartet

Das Technische Datenblatt von Alumina 4N Resin listet die nominalen Materialeigenschaften für Druckteile aus dem Harz auf. Wenn Ihre Teile schwächer sind als erwartet, sind wahrscheinlich Risse in den Teilen vorhanden, die ihre Festigkeit beeinträchtigen. Überprüfen Sie Ihre Teile auf Risse und beheben Sie diese gemäß den oben genannten Richtlinien.

Vertikale Linien auf Druckteilen sichtbar

Andere Unregelmäßigkeiten auf der Oberfläche Ihrer Druckteile können mit der Optik Ihres Druckers zusammenhängen und nicht mit einem Fehldruck oder einem Prozessproblem. Insbesondere vertikale Linien können darauf hinweisen, dass das optische Fenster verschmutzt ist. Dies ist ähnlich wie der Druckfehler „Nadelstich/Schnitt“.

Wenn Sie vertikale Linien auf der Oberfläche Ihrer Druckteile bemerken:

Teil beim Brennen mit dem Ofen verschmolzen

Teile, die mit Alumina 4N Resin gedruckt wurden, müssen gebrannt werden, bevor sie einsatzbereit sind. Während des Brennvorgangs können die Druckteile mit dem Brennofen verschmelzen, wenn sie bei einer zu hohen Temperatur oder ohne Setzplatten oder Setzsand gebrannt werden. Dies kann Ihre Druckteile beschädigen.

Wenn Ihre Druckteile beim Brennen mit dem Ofen verschmelzen:

  • Brennen Sie alle Teile mit einer Setzplatte oder Setzsand.
  • Verwenden Sie einen Brennringe (Prozesstemperaturkontrollringe, PTCR) oder Brennkegel, um die Temperatur Ihres Ofens zu überprüfen. Achten Sie darauf, dass sie im gesamten Brennofen eine ähnliche Temperatur anzeigen. Halten Sie sich an die vom Lieferanten angegebene Brennrate, da längere Aufheizphasen die Ringe stärker schrumpfen lassen.

Gedruckte Teile haben eine uneinheitliche Dichte

Nach dem Brennen sollten Teile, die mit Alumina 4N Resin gedruckt wurden, eine gleichmäßige Dichte aufweisen. Jede Veränderung der Dichte innerhalb eines Teils ist ein Indikator für Verunreinigungen, die während des Brennvorgangs eingebracht wurden, oder für eine unzureichende Brenntemperatur. Beachten Sie, dass Verunreinigungen in der Regel auch eine Veränderung der Farbe oder der Lichtdurchlässigkeit des gebrannten Teils verursachen.

So beheben Sie Probleme mit der Dichte von gebrannten Teilen:

  • Verwenden Sie einen Brenngutring (Process Temperature Control Rings, oder PTCR) oder Brennkegel, um die Temperatur Ihres Ofens zu überprüfen. Achten Sie darauf, dass sie im gesamten Brennofen eine ähnliche Temperatur anzeigen. Halten Sie sich an die vom Lieferanten angegebene Brennrate, da längere Aufheizphasen die Ringe stärker schrumpfen lassen.
  • Stellen Sie sicher, dass der Brennofen vor dem Brennen so sauber wie möglich ist.
  • Vergewissern Sie sich, dass Setzplatten oder Setzsand aus reinem feuerfestem Material bestehen und keine Niedrigtemperatur-Glasbildner wie Eisenoxid oder Kieselerde enthalten.

Gedruckte Teile sind nicht wie erwartet geschrumpft

Mit Alumina 4N Resin gedruckte Teile schrumpfen beim Brennen. Die erwartete Schrumpfung ist anisotrop: 21,8 % entlang der X- und Y-Skala und 26 % entlang der Z-Achse. Diese Zahlen beruhen auf empirischen Tests und können nicht für jede Geometrie garantiert werden.

Wenn Ihre Druckteile während des Brennens anders schrumpfen als erwartet, skalieren Sie Ihr Design nach Bedarf, um die angestrebten Teileabmessungen zu erreichen.

Das gebrannte Teil hat eine gebrochen weiße Färbung

Gebrannte Alumina-4N-Teile sollten eine gleichmäßig weiße Farbe haben. Verunreinigungen durch Niedrigtemperaturmaterialien im Brennofen können Ihre Druckteile verfärben. Zu diesen Farben und den damit verbundenen Verunreinigungen gehören unter anderem:
  • Rot-rosa: Eisenoxid
  • Blau-grün: Kobalt- oder Kupferoxide
  • Schwarz: Graphit, nicht entlüftete Kohlenstoffverunreinigungen und Rohmetalle
  • Aschweiß: verbranntes Kalium- oder Phosphoroxid
  • Braun oder gelb: verschiedene Oxide in niedrigen Konzentrationen
Schwarze Färbung auf einem gebrannten Teil, das mit Alumina 4N Resin gedruckt wurde

So verhindern Sie, dass Verunreinigungen Ihre Druckteile verfärben:

  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Setzplatten, jeglicher Setzsand und alle Isoliersteine frei von Verunreinigungen und vollständig für den Betrieb bei hohen Temperaturen ausgelegt sind.
  • Wenn der Brennofen verunreinigt ist, lassen Sie den Brennofen im belüfteten Modus laufen, um so viel wie möglich von der Verunreinigung abzubrennen. Wenn möglich, lassen Sie ein Spülgas durch Ihren Brennofen strömen.
    • Im Allgemeinen ist Luft das beste Spülgas, um diese Verunreinigungen zu beseitigen.
    • Beachten Sie unbedingt die Empfehlungen des Brennofenherstellers, da die Verwendung des falschen Gases den Brennofen beschädigen kann.