Empfohlen für:
- Schlagfestes Prototyping
- Schnappverbindungen, Clips und Scharniere
- Dünnwandige Kanäle und Gehäuse
- Orthesen und Prothesen
Nylon 11 ist für Anwendungen geeignet, die eine hohe Schlagfestigkeit und Flexibilität erfordern. Formlabs empfiehlt für Nylon 11 eine Neuzuführungsrate von 30 %, was eine maximale Wiederverwendung von Materialien und einen optimalen Druckerfolg ermöglicht. Formlabs empfiehlt den Druck in einer Inertgasatmosphäre auf dem Fuse 1+ 30W. Das Drucken in einer inerten, sauerstoffarmen Atmosphäre ermöglicht niedrigere Neuzuführungsraten.
Empfohlen für:
Anmerkung:
Um mehr über die Leistung oder die spezifischen Materialeigenschaften von Nylon 11 zu erfahren, lesen Sie bitte das Sicherheitsdatenblatt (SDB) und das Technische Datenblatt (TDB). Beziehen Sie sich primär auf das SDB zu den Themen Sicherheit und Handhabung von Formlabs Materialien.
Vergleich mit anderen Materialien
In der nachfolgenden Tabelle finden Sie einen Vergleich der relevanten Materialeigenschaften:
| Nylon 11 | Nylon 12 | Zugfestigkeit (MPa) |
|---|---|---|
| 49 | 50 | Zugmodul (MPa) |
| 1600 | 1850 | Bruchdehnung X/Y (%) |
| 40 | 11 | Biegemodul (MPa) |
| 1400 | 1600 | Izod-Schlagzähigkeit (J/m) |
| 70 | 32 | Wärmeformbeständigkeitstemperatur (HDT) @ 1,8 MPa |
| 46 | 87 | Wärmeformbeständigkeitstemperatur (HDT) @ 0,45 MPa (°C) |
| 182 | 171 |
Weitere Informationen zu den Eigenschaften der Formlabs-Materialien finden Sie in der Bibliothek der Datenblätter zu den Materialeigenschaften.
Drucken mit Nylon 11
Befolgen Sie für beste Ergebnisse die Formlabs-Designspezifikationen für den SLS-Druck. Lesen Sie den Supportartikel Einen Druck starten (SLS), um das Modell in PreForm zu öffnen, es auszurichten und an den Drucker zu senden.

Drucken mit Nylon 11 auf dem Fuse 1+ 30W mit Inertisierung
Formlabs empfiehlt dringend, Nylon 11 in einer inerten Atmosphäre auf dem Fuse 1+ 30W zu drucken. Das Drucken in einer inerten, sauerstoffarmen Atmosphäre reduziert den Qualitätseinbußen beim Pulver und ermöglicht geringere Neuzuführungsraten. Weitere Informationen finden Sie im Supportartikel Verwendung der Inert-Atmosphärenkontrolle.
Verwenden Sie beim Drucken mit Nylon 11 eine Neuzuführungsrate von 30 %, um die Effizienz und Zuverlässigkeit des Drucks zu maximieren. Die optimale Neuzuführungsrate hängt von der Druckgeometrie ab. Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel „Auswahl des richtigen Pulvers und der richtigen Neuzuführungsrate“.
Drucken mit Nylon 11 auf dem Fuse 1 oder Fuse 1+ 30W mit Luft
Das Drucken in einer Luftatmosphäre kann zu verringerten und weniger konsistenten mechanischen Eigenschaften der Druckteile führen. Formlabs empfiehlt dringend, Nylon 11 mit einem Fuse 1+ 30W unter Inertgasatmosphäre zu drucken.
Wenn Sie Nylon 11 auf einem Fuse 1 oder Fuse 1+ 30W in einer Luftatmosphäre drucken müssen, verwenden Sie eine Neuzuführungsrate von 50 %, um die Effizienz und Druckzuverlässigkeit zu maximieren. Der Druck mit 100 % Frischpulver maximiert die mechanischen Eigenschaften der Druckteile, ist aber weniger kostengünstig.
Pulverreinigung
Von Zeit zu Zeit kann es erforderlich sein, Nylon 11 Powder vollständig von gebrauchtem Pulver zu reinigen, um optimale Materialeigenschaften zu erhalten. Die Häufigkeit des Spülens hängt von der Druckgeometrie und der Auftragseinrichtung sowie von den individuellen Anforderungen an die Teilequalität ab.
Zwischen den Drucken
Accumulated powder and condensed airborne particulates can cause print failures in future print jobs if not properly cleaned out after each print. Clean the following areas between prints:
Cleaning the top of the print enclosure
Powder can accumulate at the top of the print enclosure, particularly on the runways, the areas between the powder troughs and the top of the build chamber. This excess powder may fuse and be dragged into the build chamber during subsequent prints. Vacuum this area thoroughly to help prevent print failures.

Absaugen der Pulverwannen
Reinigen Sie zwischen den Druckvorgängen beide Wannen und den Bereich um den Weg des Nachbeschichters mit einem konformen Staubsauger mit statisch ableitenden Komponenten. Verwenden Sie den Sauger mit einem kleinen Bürstenaufsatz oder dem flexiblen Schlauchaufsatz, um das gesamte Pulver aus den Wannen zu entfernen. Verwenden Sie bei Bedarf Druckluft oder einen Gasreiniger, um das Pulver von schwer zugänglichen Stellen zu entfernen. Achten Sie dabei insbesondere auf Pulverablagerungen an den Innenwänden und Ecken der Pulverwannen.



Schließen Sie die Druckgehäusetür, und bewegen Sie die Schaufelmotoren, um das Pulver zu entfernen.
So bewegen Sie die Schaufelmotoren:
Vorsicht:
Wählen Sie Optionen im Menü „Motor Moves“ (Motorbewegungen) nur aus, wenn Sie ausdrücklich darauf hingewiesen werden, die Tür des Druckgehäuses geöffnet ist oder sich Gegenstände im Weg der Pulverfördermechanismen an der Oberseite des Druckgehäuses befinden. Durch bewegliche Komponenten kann es zu Quetschungen und zum Einklemmen von Haaren und Kleidungsstücken kommen. Tippen Sie, wenn nötig, auf die Schaltfläche „Stop“ (Beenden) auf dem Touchscreen, um eine Motorbewegung zu stoppen.

Reinigung des Nachbeschichters
Bewegen und überprüfen Sie den Nachbeschichter. Wenn er mit halbgesintertem Pulver beschichtet zu sein scheint, reinigen Sie den Nachbeschichter, bevor Sie einen weiteren Druck durchführen.
Zum Reinigen des Nachbeschichters:

Materialien ändern
Der Drucker der Fuse-1-Generation, der Fuse Sift und das dazugehörige Zubehör sind so konzipiert, dass sie jeweils nur mit einem Pulvertyp gleichzeitig verwendet werden können. Reinigen Sie jedes Gerät gründlich gemäß den Anweisungen von Formlabs, bevor Sie den Pulvertyp wechseln. Das Vermischen von Pulvern kann zu Fehldrucken oder dauerhaften Schäden am Gerät führen.
Wenn Sie regelmäßig mit mehreren verschiedenen Materialien drucken möchten, empfiehlt Formlabs, für jeden Materialtyp einen eigenen Drucker der Generation Fuse 1 und Fuse Sift zu verwenden.
Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Supportartikeln: