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Einführung in die Nachhärtung von Druckteilen

Einführung in die Nachhärtung von Druckteilen

Jedes Formlabs-Kunstharz kombiniert fortgeschrittene, lichtempfindliche Polymere mit anderen aktiven chemischen Komponenten, um unterschiedliche funktionale Eigenschaften zu erzielen. Formlabs-SLA-Drucker verwenden 405-nm-Laser, um das flüssige Harz zu härten und ein hochpräzises, festes Teil zu erzeugen. Die Druckeinstellungen der einzelnen Materialien sind so ausgelegt und angepasst, dass Sie Druckteile bei optimierter Geschwindigkeit erfolgreich drucken. Zusätzliche Nachhärtung verbessert die funktionalen Eigenschaften der Materialien.

Aushärten während und nach dem Drucken

Beim Druck wird das Harz ausgehärtet und befindet sich danach im sogenannten „grünen“ Zustand. Im grünen Zustand sind noch nicht alle Polymerverbindungen vollständig geknüpft. Beim Nachhärten werden Druckteile Licht und Hitze ausgesetzt, was die Querverbindungen der Polymerstruktur verstärkt und somit die Festigkeit, Steifigkeit und Temperaturbeständigkeit verbessert.

Die erhöhte Anzahl von Bindungen zieht das Material fester zusammen. Deshalb verursacht die Nachhärtung auch eine geringfügige Schrumpfung. Die Druckeinstellungen der einzelnen Materialien sind so konzipiert, dass sie die zu erwartende Schrumpfung während des Druckens und Nachhärtens berücksichtigen.

Nachhärteeinstellungen

Um die empfohlenen Nachhärteeinstellungen für jedes Kunstharz zu entwickeln, druckt und testet Formlabs die Leistung mehrerer Zugstäbe mit einer Standardgröße und -form. Alle Teststäbe werden für unterschiedliche Zeiten den vorher festgelegten Temperaturen ausgesetzt.

Formlabs testet jeden Zugstab gemäß den regulierten ASTM-Normen, um den Zugmodul zu bestimmen. Die Änderung des Zugmoduls hilft bei der Bestimmung der empfohlenen Zeit- und Temperatureinstellungen für jedes Formlabs-Kunstharz, um dessen optimale Eigenschaften zu erreichen.

Formlabs-Kunstharze für biokompatible Anwendungen, wie Dental SG Resin und Dental LT Clear Resin, werden nach dem Nachhärten weiter getestet, um sicherzustellen, dass die gedruckten und nachgehärteten Teile die Sicherheits- und Genauigkeitsanforderungen für Biokompatibilität erfüllen.

Hinweis:

Lösungen von Drittanbietern sind nicht für die Verwendung mit Formlabs-Kunstharzen für biokompatible Anwendungen zertifiziert. Um die Biokompatibilitätsanforderungen zu erfüllen, verwenden Sie nur den Form Wash, das Finish Kit und den Form Cure mit den folgenden Harzen:

Für beste Ergebnisse verwenden Sie die empfohlenen Zeit- und Temperatureinstellungen, die speziell für die Verwendung mit dem Form Cure oder Form Cure L getestet wurden. Eine höhere Temperatur beschleunigt den Nachhärtungsprozess, kann aber je nach Geometrie und Eigenschaften des Druckteils auch zu Verformungen führen. Alternative Nachhärtungssysteme führen zu unterschiedlichen Materialeigenschaften und erfordern möglicherweise mehrere Versuche.