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Verwendung von Silicone 40A Resin

Verwendung von Silicone 40A Resin

Hinweis:

Überprüfen Sie zur Vermeidung von Schäden am Gerät die Kompatibilitätstabelle für Harztanks unter Verwendung des richtigen Materials, damit Sie einen für dieses Material kompatiblen Harztank verwenden.

Silicone 40A Resin ist ein reines Silikon ohne Monomer- oder Acrylatzusatz, das die Materialeigenschaften von Gießsilikon mit den Vorteilen des 3D-Drucks verbindet. Verwenden Sie Silicone 40A Resin, um weiche, biegsame und haltbare Teile herzustellen.

Durch das Drucken mit Silicone 40A Resin entfällt die Notwendigkeit für Werkzeuge und arbeitsintensive Gussverfahren. So können Sie kundenspezifische Silikonteile mit isotropen Eigenschaften und komplexen Geometrien herstellen, die durch Guss oder Formen nicht realisierbar sind.

Wenn Sie mehr über die Leistung oder die spezifischen Materialeigenschaften von Silicone 40A Resin erfahren möchten, lesen Sie bitte das Sicherheitsdatenblatt (SDB) und das technische Datenblatt (TDB). Beziehen Sie sich primär auf das SDB zu den Themen Sicherheit und Handhabung von Formlabs Materialien.

Empfohlen für:

  • Dichtungen, Betätigungselemente und Anschlüsse,
  • Wearables und flexible Verbraucherprodukte,
  • Abdeckvorlagen und flexible Halterungen,
  • Tastaturen, Knöpfe und Geräte für die Mensch-Gerät-Interaktion.

Nicht empfohlen für:

  • ungestützte dünnwandige Geometrien (dünner als 0,7 mm),
  • langfristige UV-Exposition.

Erforderliches Zubehör

Von Formlabs hergestellt:

  • Kompatibler SLA-Drucker von Formlabs mit aktueller Firmware
  • PreForm-Software (neueste Version)
  • Baulattform
  • Harztank
  • Silicone 40A Resin
  • Form Wash oder Finish Kit
  • Form Cure oder Form Cure L

Hinweis:

Verwenden Sie eine spezielle Bauplattform und einen Harztank, wenn Sie mit Silicone 40A Resin drucken. Die Verwendung desselben Verbrauchsmaterials für mehrere Harztypen kann beim Drucken mit Silicone 40A Resin zu Fehldrucken führen.

Von Drittanbietern:

ArtikelLieferantHinweise
Vevor UltraSonic Cleaner oder ein ähnlicher Ultraschallreiniger im Frequenzbereich 35–45 kHzAmazonZum Waschen von Teilen aus Silicone 40A mit IPA
IPA (99 % oder höher)Amazon (USA)

3d-basics.com (EU)
Zur Herstellung einer Waschlösungsmittelmischung zum Waschen von Silicone-40A-Teilen.
N-ButylacetatAmazon (USA)

3d-basics.com (EU)
Zur Herstellung einer Waschlösungsmittelmischung zum Waschen von Silicone-40A-Teilen.
Glasbecher (mindestens 500 ml)AmazonUm Teile aus Silicone 40A Resin während des Nachhärtungsschrittes in Wasser einzutauchen
Febreze HD (optional)AmazonZur Geruchsüberdeckung von Teilen aus Silicone 40A Resin
5-Liter-Glasgefäß (optional)AmazonZur Aufbewahrung von Waschlösungsmittel und zum Waschen von Teilen aus Silicone 40A Resin, wenn kein Form Wash verwendet wird
Ultraschallschneidemesser (optional)AmazonZum Entfernen von Stütznoppen an Teilen aus Silicone 40A Resin

Zum ersten Mal mit Silicone 40A Resin drucken

Um sich mit dem Arbeitsablauf von Silicone 40A Resin vertraut zu machen, empfiehlt Formlabs den Druck von einfacheren Teilen wie diesem Armband oder Gitter (FORM-Datei, STL-Datei), die Sie direkt auf der Bauplattform ohne Stützstrukturen drucken können.

Wenn Sie mit dem Druck Ihrer eigenen Modelle beginnen, sollten Sie unsere Designleitfäden für Silicone 40A Resin beachten und Ihre Teile richtig ausrichten und abstützen.

Im Besonderen:

  • Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie Teile direkt auf der Bauplattform ohne oder mit nur minimalen Stützstrukturen oder mit benutzerdefinierten Stützstrukturen mit Sollbruchstellen drucken. Wenn Ihre Teile zusätzliche Stützstrukturen benötigen, verwenden Sie die automatische Ausrichtung und die Standard-Stützstrukturen in PreForm.
  • Stellen Sie sicher, dass die Bauplattform sauber und richtig ausgerichtet ist, um die Haftfähigkeit zu verbessern.
  • Modelle ohne Radius oder mit einem kleinen Radius um die Basis drucken zuverlässiger als solche mit einem größeren Radius.
  • Drucken Sie Teile mit Überhängen und großen Querschnittsflächen nach Möglichkeit in der Nähe der Bauplattform.
Uhrenarmband aus Silicone 40A Resin

Stützstrukturen für Silicone 40A Resin

Hinweis:

Hinweise zum Entwurf von Teilen finden Sie im Supportartikel Designleitfäden und Stützstrukturen mit Sollbruchstellen für Silicone 40A Resin.

Beim Ausrichten von Teilen in PreForm und beim Generieren von Stützstrukturen:

  • Teile gemäß den bewährten Praktiken von Formlabs ausrichten.
  • Drucken Sie nach Möglichkeit direkt auf der Bauplattform.
  • Formlabs empfiehlt, eine spezielle Bauplattform für den Druck mit Silicone 40A Resin zu verwenden, da eine Kreuzkontamination mit anderen Harzen zu Fehldrucken führen kann.
  • Richten Sie Teile so aus, dass der Großteil des Teils oder Merkmals näher an der Bauplattform liegt.
  • Neigen Sie wichtige Flächen von der Plattform weg.
  • Richten Sie lange Teile parallel zur Plattform aus. Für den Druck senkrecht zur Bauplattform wird ein maximales Seitenverhältnis von 8:1 empfohlen.
  • Nehmen Sie eine Ausrichtung vor, um Saugglocken zu vermeiden, die PreForm gelb hervorhebt.
  • Wenn die Oberflächenbeschaffenheit ein Problem darstellt, können Sie die Größe der Stützberührungspunkte verringern, obwohl dies das Risiko von Fehldrucken erhöhen kann.

So bereiten Sie in PreForm ein Modell für den Druck vor:

  1. Öffnen Sie ein Modell.
  2. Wählen Sie das Kunstharz, die Kunstharzversion und die gewünschte Schichtdicke aus.
  3. Richten Sie das Modell aus, um feine Details zu schützen.
  4. Stützstrukturen generieren.
  5. Senden Sie den Druckauftrag an den Drucker.

Waschen

Befolgen Sie die Anweisungen im IPA-Ultraschallwaschleitfaden für Silicone 40A Resin, um beste Ergebnisse beim Waschen von Teilen mit Silicone 40A Resin zu erzielen.

Alternativ können Teile aus Silicone 40A in einer Mischung aus 80 % IPA und 20 % Essigsäure-n-butylester gewaschen werden. Wenn Sie bspw. den Form Wash V1 verwenden, geben Sie eine 2-Liter-Flasche Essigsäure-n-butylester in den Waschbehälter und füllen Sie ihn dann bis zur maximalen Fülllinie mit IPA. Der Form Wash V2 hat mehrere Fülllinien auf dem Waschbehälter, die 7, 10 und 14 l entsprechen. Verwenden Sie daher 1,4, 2 oder 2,8 l n-Butylacetat. Formlabs hat die Wirksamkeit dieser Lösungsmittelmischung mit anderen Materialien nicht getestet und empfiehlt nicht, sie zum Waschen von Teilen zu verwenden, die mit anderen Formlabs-Kunstharzen gedruckt wurden. Waschen Sie nicht mit IPA allein, es sei denn, Sie befolgen den IPA-Ultraschallwaschleitfaden für Silicone 40A Resin.

Hinweis:

  • Verwenden Sie nur von Formlabs zugelassene Lösungsmittel mit dem Form Wash.
  • Verwenden Sie die n-Butylacetat/IPA-Mischung nur in einem unbenutzten Form-Wash-Behälter, der nicht mit anderen Lösungsmitteln in Berührung gekommen ist.
  • Wenn ein Form-Wash-Behälter mit n-Butylacetat verwendet wurde, darf nicht auf reinen IPA umgestellt werden. Andernfalls könnte die Integrität des Kunststoffs des Behälters beeinträchtigt werden.
  • Wenn Sie Risse oder Sprünge im Form-Wash-Behälter bemerken, stellen Sie die Verwendung sofort ein, entleeren Sie das Lösungsmittel und wenden Sie sich an Formlabs.

Der Form Wash bewegt das Lösungsmittelbad und entnimmt die Teile nach der vorgegebenen Zeit. Waschen Sie die Teile gemäß den Einstellungen im Supportartikel Zeiteinstellungen beim Form Wash. Achten Sie besonders auf Informationen zu den mechanischen Eigenschaften oder den Anforderungen an die Biokompatibilität.

Stellen Sie bei Modellen mit Hohlräumen oder internen Kanälen sicher, dass das flüssige Kunstharz gründlich aus allen internen Kanälen und Hohlräumen herausgewaschen wurde. Lassen Sie die Teile vor dem Nachhärten vollständig trocknen.

Stützstrukturen entfernen

Um optimale Ergebnisse zu erzielen, empfiehlt Formlabs, die Stützstrukturen nach dem Waschen, aber vor dem Nachhärten zu entfernen. Um eine optimale Oberflächenbeschaffenheit zu erzielen, ziehen Sie vorsichtig an den Stützstrukturen und gleiten Sie mit einem scharfen Bastelmesser an der Oberfläche des Druckteils entlang. Achten Sie darauf, das Teil selbst nicht zu beschädigen. Für eine höhere Präzision können Sie einen Ultraschallschneider verwenden.

Stützstrukturen, die mit dickeren Teilen verbunden sind, können mitunter einfach abgezogen werden. Stützstrukturen an feinen Merkmalen oder dünnen Wänden sollten jedoch mit einem Seitenschneider oder einem Bastelmesser entfernt werden.

Sie können auch Miniatur-Scotch-Brite-Räder und ein Rotationswerkzeug verwenden, um Stützspuren auf Grünteilen oder nachgehärteten Teilen abzuschleifen.

Nachhärtungsanforderungen

Silicone 40A Resin muss nachgehärtet werden, um seine optimalen mechanischen Eigenschaften zu erreichen. Härten Sie Silicone 40A Resin in einem Glasbecher, der in den Form Cure eingesetzt wird, in Wasser nach.

Nach der Nachhärtung haben die Silikonteile einen harmlosen Geruch, der sich mit der Zeit verflüchtigt. Um diesen Geruch zu überdecken, geben Sie vor dem Nachhärten Febreze HD in das Wasser im Glasbecher. Pro 500 ml Wasser werden 12,5 g Febreze HD zugegeben. Um die benötigte Menge Febreze zu messen, sprühen Sie etwa 12,5 Gramm Febreze HD in einen leeren Behälter auf einer tarierten Waage.

Empfehlungen für die Nachhärtung finden Sie im Supportartikel Zeit- und Temperatureinstellungen beim Form Cure.

Klebstoffe

Vergewissern Sie sich vor der Verwendung von Klebstoffen, dass die Teile gründlich gewaschen und getrocknet wurden und dass keine Oberflächen klebrig oder staubig sind. Formlabs empfiehlt, vor der Verwendung von Klebstoffen eine Grundierung wie die DOWSIL-1200-Serie oder eine medizinische Grundierung zu verwenden, um eine erfolgreiche Verklebung zu gewährleisten. Befolgen Sie die Anweisungen des Herstellers für die Verwendung dieser Grundierungen, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Nachdem die Grundierung getrocknet ist, verwenden Sie einen Silikonkleber wie DOWSIL 734. Verwenden Sie keine Cyanacrylat-Klebstoffe, da diese spröde sind und eine Kruste auf dem Silikon hinterlassen.

Weitere Ressourcen